01.07.2019

CANON EOS 6D MARK II

Zum ersten Mal ist eine Canon-Vollformatkamera mit einem schwenkbaren Touchdisplay ausgestattet.

Rund fünf Jahre nach der EOS 6D liefert Canon das lang erwartete Update. Die EOS 6D Mark II löst mit 26 Megapixel etwas höher auf, ist mit einem schnellen Live-View-Autofokus ausgestattet und besitzt als erste Canon-Vollformat-DSLR ein bewegliches Touchdisplay.

Ausstattung

Die EOS 6D Mark II ist auf zwei Zielgruppen ausgelegt. Zum einen auf Hobbyfotografen, die von ihrer APS-C-Kamera in die Vollformat-Klasse aufsteigen möchten. Zum anderen auf Fotografen, die bereits mit einer Vollformat-DSLR arbeiten und nach einer guten Zweitkamera Ausschau halten. Für beide Zielgruppen dürfte der neue schwenk- und klappbare Monitor der EOS 6D Mark II ei-nen wichtige Kaufanreiz bieten. Im Gegensatz zur Vorgängerin ist das 3,0-Zoll-Display jetzt auch als Touchscreen ausgelegt und ermöglicht die Änderung vieler Einstellungen direkt am Monitor. Mindestens genauso wichtig ist Canons Wechsel auf die neue Sensor-Generation mit dem sogenannten „Dual Pixel CMOS AF“. Diese Technologie ermöglicht Fotografen und Filmern eine schnelle und flüssige Fokussierung sowie Schärfeverlagerungen im Livebild-Modus. Mit rund 6,5 JPEG- oder RAW-Aufnahmen pro Sekunde bei vollen 26 Megapixel hat auch die Serienbildgeschwindigkeit zugelegt. Überrascht sind wir dagegen, dass Canon bei dem Preis lediglich einen Sucher mit 98 Prozent Bildfeldabdeckung verbaut. Für eine Vollformatkamera sollten 100 Prozent drin sein. Zudem lässt Canon im Videomodus eine mittlerweile zeitgemäße 4K-Auflösung vermissen. Gefilmt wird in Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde. Es gibt zwar einen 3,5mm-Klinkenstecker für ein externes Mikrofon. Der Ausgang für einen Kopfhörer fehlt allerdings.

Bildqualität

Canon hat die effektive Auflösung des Vollformatsensors von 20 Megapixel in der 6D auf jetzt 26 Megapixel angehoben. Die Kantenschärfe erreicht laut CHIP „bis zu 1.900 Linienpaare bei ISO 100 und fällt bis ISO 6.400 gera-de mal um 200 Linienpaare.“ Auch das Bildrauschen und die Erhaltung feiner Details kann sich im Test sehen lassen. Wie das Labor von digitalkamera.de berichtet, spielt Farbrauschen „selbst bei der höchsten Empfindlichkeit von ISO 102.400 keine Rolle. Bei ISO 50 und 100 erreicht die Canon 6D Mark II eine sehr hohe Texturschärfe, die einmal mehr die kräftige Nachschärfung verdeutlicht. Bis ISO 1.600 bleibt der Wert jedoch im sehr guten Bereich, das heißt, es werden praktisch alle Motivdetails verlustfrei wiedergegeben.“

Das sagen die Kollegen …

Das Gehäuse der EOS 6D Mark II ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet. Wichtige Einstellungen sind über Direkttasten erreichbar.

Chip: „Die Ausstattung deckt alles Wichtige ab und die Geschwindigkeit von Serienaufnahme und Autofokus überzeugt. Angesichts des überraschend hohen Preises wäre allerdings mehr drin gewesen.“ (Moritz Wanke)

ColorFoto: „Das Gehäuse ist wertiger, der Autofokus schneller und zu-verlässiger, der Monitor drehbar und auch bei der Bildqualität legt die Mark II relevant zu.“ (Reinhard Merz, Erich Baier)

digitalkamera.de: „Merkte man dem Vorgängermodell noch den Rotstift all-zu sehr an, so ist die Canon EOS 6D Mark II eine sehr aus-gewogene digitale Spiegelreflexkamera mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.“ (Benjamin Kirchheim)

dpreview: „The 6D Mark II is a solid, well-built camera that is capab-le of producing great images while improving upon its pre-decessor in almost every measurable way.“ (Richard Butler)

FotoHits: „Die EOS 6D Mark II ist eine solide Vollformatkamera, der es aber an Pep fehlt. Dank hoher Bildauflösung und üppiger Ausstattung schafft sie ganz knapp die Gesamtnote ,Sehr Gut`.“

Das PhotoWeekly-Urteil:

Das hat uns gefallen: Die EOS 6D Mark II wurde im Vergleich zum Vorgängermodell in allen wichtigen Punkten verbessert. Das schwenkbare Touchdisplay und der schnelle, flüssige Livebild-Autofokus überzeugen in der Praxis.

Hier besteht Nachbesserungsbedarf: Eine grundsätzlich solide Ausstattung reicht heut-zutage nicht mehr aus. Canon verzichtet auf 4K-Videos und einen 100-Prozent-Sucher – und sprüht auch sonst nicht vor Innovationsfreude.

Über den Autor:

Diese Artikel wurde uns freundlicherweise vom Magazin photo weekly, Heft 45/2017 zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Magazin erhaltet Ihr hier.

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