Die Canon EOS 6D wurde Ende 2012 vorgestellt und positioniert sich als kompakte, relativ leichte Vollformat-Spiegelreflexkamera, die sowohl ambitionierten Hobbyfotografen als auch semi-professionellen Anwendern eine ausgezeichnete Bildqualität bei moderatem Preis bietet. Im Kern nutzt sie einen 20,2 Megapixel großen Vollformat-CMOS-Sensor (36 × 24 mm), der zusammen mit dem DIGIC 5±Bildprozessor für detailreiche Bilder mit guter Dynamik und eine solide Rauschunterdrückung sorgt, insbesondere bei höheren ISO-Werten. Damit gelingen Aufnahmen mit natürlicher Farbwiedergabe und einem weiten Tonwertumfang auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.
Das Autofokussystem der EOS 6D besteht aus 11 Messpunkten, wobei der zentrale Punkt als Kreuzsensor ausgelegt ist und selbst bei sehr schwachem Licht (bis etwa −3 EV) zuverlässig arbeitet. Das Belichtungssystem verwendet eine 63-Zonen-Messung, die hilft, Belichtungen auch in komplexen Lichtsituationen korrekt zu erfassen. Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei etwa 4,5 Bildern pro Sekunde, was für viele Alltags- und Event-Situationen ausreichend ist, aber im Vergleich zu schnelleren Modellen eher moderat.
Ein wichtiges Merkmal der EOS 6D zur Zeit ihrer Veröffentlichung war die Integration von Wi-Fi und GPS direkt im Kameragehäuse (je nach Modellvariante), was damals bei Vollformat-DSLRs ungewöhnlich war. Mit diesen Funktionen können Bilder drahtlos auf Smartphones, Tablets oder Cloud-Dienste übertragen werden, und GPS ermöglicht das automatische Versehen der Fotos mit Standortinformationen.
Die Kamera verfügt über ein festes 3,0-Zoll-Clear-View-LCD-Display, das eine scharfe und kontrastreiche Darstellung der aufgenommenen Bilder bietet, und einen optischen Sucher mit etwa 97 % Bildfeldabdeckung. Videoaufnahmen sind in Full-HD (1080 p) möglich und bieten bei Bedarf manuelle Steuerungsmöglichkeiten für Belichtung und Ton.
Beim Gehäuse legt Canon Wert auf ein ergonomisches Design mit gut platzierten Bedienelementen und einer robusten Bauweise, die auch gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Die Kamera verwendet einen einzigen SD-Speicherkarten-Slot und unterstützt externe Monitore oder Fernseher über HDMI. Sie verzichtet auf einen eingebauten Blitz, bietet jedoch einen Blitzschuh für externe Blitzgeräte.
In der Praxis wird die EOS 6D für ihre hervorragende Bildqualität, starke Low-Light-Fähigkeiten und kompakte Handhabung geschätzt, auch wenn das Autofokussystem und die Seriengeschwindigkeit im Vergleich zu neueren Modellen weniger ausgeprägt sind. Für Landschafts-, Portrait- oder Reise-Fotografie ist sie nach wie vor ein solides Werkzeug, besonders für Fotografen, die Wert auf Vollformat-Vorteile legen, ohne in die teuersten Profi-Modelle investieren zu müssen
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