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Diafilme

Diafilme – Informationen und Tipps für die Auswahl des richtigen Filmmaterials


Es war etwa um die Jahrtausendwende herum, als die digitale Fototechnik ihren Siegeszug begann und somit nach und nach die analoge Fotografie von der Bildfläche verdrängte. Trotz des großen Erfolgs der digitalen Kameras blieb die Analogfotografie aber weiterhin aktuell. Im Moment nimmt die Zahl der Fotografen, die (zusätzlich) mit einer analogen Kamera fotografieren, sogar wieder zu. Viele von ihnen kennen die Zeiten der Analogfotografie gar nicht mehr und sind einfach neugierig, während andere die Vorteile der analogen Fototechnik zu schätzen wissen und das Fotografieren mit einer Digitalkamera einfach nicht als ebenbürtig empfinden.

Gehören auch Sie zu den Menschen, die sich für die Analogfotografie interessieren? Dann benötigen Sie natürlich das passende Filmmaterial. Im Bereich der Farbfilme stehen dabei insbesondere die Farbnegativfilme und die Diafilme zur Auswahl. Erstere sind weiter verbreitet, aber letztere bieten Ihnen eine intensivere Ausdruckskraft, einen größeren Kontrastumfang und eine bessere Bildschärfe. Gerade anspruchsvolle Fotografen sind mit Diafilmen daher gut beraten. Dabei gilt: Je feiner die Körnigkeit des Films ist, desto unempfindlicher ist er. Im Moment werden Kleinbild-Diafilme nur noch von einem Hersteller produziert, nämlich von Fujifilm. Diafilme führen daher aufgrund der Digitalisierung der Fototechnik ein echtes Nischendasein. Nichtsdestotrotz gibt es viele Fotokünstler, die nur mit Diafilmen fotografieren, weil das analoge Dia sich ohne weitere Medientechnik archivieren lässt und sehr authentisch ist.

Der Standardentwicklungsprozess für Diafilme ist der E6-Prozess. Nachdem die Farbdiafilme auf diese Weise entwickelt wurden, erhalten Sie Dias. Der größte Unterschied zum Farbnegativfilm besteht darin, dass Sie das fertige Bild direkt in der Hand haben und es betrachten können. Sie können das Dia mittels Diaprojektor an die Wand projizieren, um es gemeinsam mit anderen zu betrachten. Aber natürlich kann das Dia auch eingescannt werden, um es dann als normalen Fotoabzug oder sogar als Poster zu drucken. Dementsprechend bieten Diafilme zahlreiche Anwendungsbereiche, weshalb es wenig verwunderlich ist, dass sie nach wie vor gefragt sind. Lesen Sie gerne im unteren Shop-Bereich weiter, um mehr über Dias zu erfahren. Dort haben wir auch einige wertvolle Kauftipps für Sie zusammengestellt, um Ihnen die Auswahl eines geeigneten Diafilms zu erleichtern.


 

Weitere Tipps zu Diafilme

Was sind Diafilme?

In der analogen Fotografie lassen sich zwei grundsätzliche Arten von Filmen unterscheiden: Die Negativ- und die Positivfilme. Diafilme sind Positivfilme, die auch als Diapositivfilme bezeichnet werden. Der wichtigste Unterschied zum Negativfilm ist, dass die Aufnahmen der Diafilme nach dem Entwickeln sofort korrekt dargestellt werden. Sie müssen also nicht erst umkopiert werden, wie das bei Negativfilmen erforderlich wäre.

Es handelt sich bei Diafilmen um Kleinbildfilme, die eine beidseitige Perforation aufweisen, welche für den Filmvorschub benötigt wird. Die Bildfläche, die für die Aufnahme zur Verfügung steht, hat eine Größe von 36 x 24 Millimetern. Die Aufnahmen werden direkt aus dem Diafilm geschnitten und kommen dann in einen sogenannten Diarahmen. Natürlich ist die Aufnahmegröße zu klein, um sich für eine direkte Betrachtung der Bilder zu eignen. Deshalb wurden Diaprojektoren entwickelt, welche die Dias auf eine Leinwand projizieren. Ferner gibt es kleine Betrachtungsgeräte, um die Dias direkt anschauen zu können.

Ein Diafilm setzt sich aus mehreren Emulsionsschichten zusammen. Jede von ihnen reagiert anders auf die Belichtung. Aufgrund dieser Besonderheit haben Diafilme auch einen wichtigen Vorteil gegenüber Negativfilmen, aber auch im Vergleich zu Fotodrucken und Farbdisplays: Der Kontrastumfang der Diafilme ist extrem hoch, wodurch ein hoher Qualitätsstandard erreicht wird. Der Dynamikbereich eines Diafilms liegt zwischen 1:1000 und 1:2000 in Bezug auf das Verhältnis der hellsten zu den dunkelsten Bilddetails. Zum Vergleich: Bei Fotos liegt die Dynamik zwischen 1:100 und 1:200. Bei Zeitungen ist der Dynamikbereich sogar noch einmal deutlich geringer.

Beste Bildqualität garantiert – mit einem 35-mm-Diafilm

Wenn Sie eine analoge Kleinbildkamera besitzen und hohe Ansprüche in puncto Bildqualität haben, sind Sie mit einem 35-mm-Diafilm am besten beraten. Ein solcher wird Ihnen die bestmögliche Bildqualität bieten. Diese Filmsorte erkennen Sie an der Bezeichnung, denn sie endet in der Regel mit dem Wörtchen „-chrome“. Ein Diafilm bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Hervorragende Schärfe
  • Großer Kontrastumfang
  • Nuancierte Farbwiedergabe

Ein Diaprojektor, der die Bilder an die Wand wirft, zeigt all diese Vorzüge optimal. Besonders Profis und anspruchsvolle Amateurfotografen schätzen die exzellente Bildqualität der Diafilme und sind deshalb auch bereit, mehr Geld in das Filmmaterial zu investieren. Denn im Gegensatz zu Farbnegativfilmen sind Diafilme doch deutlich teurer. Darüber hinaus haben sie noch einen weiteren Nachteil: Es ist eine sehr genaue Belichtung erforderlich, damit wirklich gute Resultate erzielbar sind. Schon eine Über- oder Unterbelichtung von einer Blendenstufe reicht aus, damit der Dynamikumfang der Dias nicht mehr perfekt zur Geltung kommt. Für Einsteiger in die analoge Fotografie sind Diafilme daher unter Umständen nicht die beste Wahl.

Fujichrome-Farbdiafilme – für optimale analoge Fotos

Fujifilm ist derzeit der einzige Hersteller, der wirklich gute Diafilme anbietet. Sie umfassen rund 36 Aufnahmen je 135er-Filmpatrone. Heute hat der japanische Betrieb noch drei verschiedene Farbdiafilme in seinem Sortiment:

  • Fujichrome Provia 100F
  • Fujichrome Velvia 100
  • Fujichrome Velvia 50

Der {link product="122203"}Fujichrome Provia 100F{/link} ist ein mittelempfindlicher Tageslichtfilm. Er bietet eine hohe Schärfe und gibt die Farben neutral wieder. Zudem weist er ein sehr feines Korn auf, weshalb er perfekt für hochauflösende Scans geeignet ist und auch für die digitale Weiterverarbeitung in Frage kommt. Für anspruchsvolle Fotografen ist dieser Diafilm daher eine gute Wahl.

Der {link product="122905"}Fujichrome Velvia 100{/link} ist ebenfalls ein Tageslichtfilm mit mittlerer Empfindlichkeit. Das Korn ist fein und die Farbsättigung äußerst hoch. Hinter dem Fujichrome Velvia 50 verbirgt sich ein Tageslichtfilm, der eine geringe Empfindlichkeit aufweist. Daher eignet er sich hauptsächlich für die Landschafts-, die Produkt- und die Architekturfotografie. Seine Vorteile liegen in dem feinen Korn, den hochgesättigten Farben und der hohen Bildschärfe.

Fazit: Lohnt es sich, einen Farbdiafilm zu kaufen?

In den letzten Jahrzehnten ist die Filmauswahl im Bereich der Diafilme immer kleiner geworden, während die Preise kontinuierlich in die Höhe klettern. Nichtsdestotrotz sind die Aufnahmen auf Diafilmen nach wie vor konkurrenzlos, was die Farbsättigung und den Kontrastumfang anbelangt. Wenn Sie einmal ein Digitalbild eines Beamers mit einem projizierten Dia vergleichen, werden Sie den Unterschied deutlich erkennen. Dias wirken ästhetischer, natürlicher und homogener, während das Digitalbild beinahe überscharf ist. Anspruchsvolle Analogfotografen liegen mit Diafilmen daher sicher richtig.