Telekonverter richtig auswählen – 1,4× oder 2× und welches Modell passt zu welchem Objektiv?
Ihr möchtet mit eurem Teleobjektiv näher an weit entfernte Motive herankommen, ohne direkt ein längeres und meist deutlich schwereres Objektiv zu kaufen? Dann kann ein Telekonverter eine sinnvolle Ergänzung sein. Besonders in der Tier-, Vogel-, Sport- und Naturfotografie lässt sich damit zusätzliche Reichweite gewinnen.
In diesem Ratgeber erfahrt ihr, wie Telekonverter funktionieren, wann sich ein 1,4×- oder 2×-Modell lohnt und welche Lösungen für Sony E, Canon RF, Nikon Z, Fujifilm XF und Sigma L-Mount infrage kommen.
Unser Tipp: Die Produktempfehlungen zu Telekonvertern und passenden Objektiven findet ihr im letzten Drittel des Beitrags 😉
Inhalt
- 1 Was ist ein Telekonverter?
- 2 Wie verändern sich Brennweite und Lichtstärke?
- 3 1,4× oder 2× – Welcher Telekonverter ist sinnvoller?
- 4 Telekonverter-Kompatibilität – Warum das Bajonett allein nicht reicht
- 5 Original-Konverter oder Fremdhersteller?
- 6 Telekonverter für Sony E-Mount
- 7 Telekonverter für Canon RF
- 8 Telekonverter für Nikon Z
- 9 Telekonverter für Fujifilm XF
- 10 Der Sonderfall Fujifilm X100 – TCL-X100 II
- 11 Telekonverter für Sigma L-Mount
- 12 Schnellübersicht – Welcher Telekonverter passt zu welchem Objektiv?
- 13 Welche Nachteile hat ein Telekonverter?
- 14 Telekonverter, Crop oder längeres Objektiv?
- 15 Unser Fazit
- 16 FAQ – Häufige Fragen zu Telekonvertern
- 16.1 Kann ich jeden Telekonverter mit jedem Objektiv verwenden?
- 16.2 Wie viel Licht verliere ich mit einem Telekonverter?
- 16.3 Wird die Bildqualität mit einem Telekonverter schlechter?
- 16.4 Funktioniert der Autofokus mit einem Telekonverter weiterhin?
- 16.5 Ist ein 2×-Telekonverter besser als ein 1,4×-Telekonverter?
- 16.6 Lohnt sich ein Telekonverter an einem lichtschwachen Zoomobjektiv?
- 16.7 Kann ich zwei Telekonverter miteinander kombinieren?
- 16.8 Verändert ein Telekonverter die Naheinstellgrenze?
- 16.9 Ist ein Telekonverter dasselbe wie ein Objektivadapter?
- 16.10 Ist der Fujifilm TCL-X100 II ein klassischer Telekonverter?
Was ist ein Telekonverter?
Ein Telekonverter ist ein optisches Zubehör, das zwischen Kameragehäuse und Objektiv montiert wird.
Seine Linsengruppe vergrößert das vom Objektiv erzeugte Bild. Dadurch erhöht sich die effektive Brennweite, ohne dass sich der eigentliche Bildwinkel des Objektivs anderweitig verändern lässt.
Ein 1,4×-Telekonverter verlängert die Brennweite um den Faktor 1,4. Ein 2×-Telekonverter verdoppelt sie.
Aus einem 300-mm-Objektiv werden dadurch beispielsweise:
- mit einem 1,4×-Konverter 420 mm
- mit einem 2×-Konverter 600 mm
Die zusätzliche Reichweite hat jedoch ihren Preis: Mit zunehmender Vergrößerung sinkt die effektive Lichtstärke.
Wie verändern sich Brennweite und Lichtstärke?
Ein 1,4×-Telekonverter kostet ungefähr eine Blendenstufe Licht.
Ein 2×-Telekonverter kostet ungefähr zwei Blendenstufen.
Die Rechnung lässt sich an einigen typischen Teleobjektiven gut nachvollziehen:
| Original-Brennweite | Mit 1,4×-Konverter | Mit 2×-Konverter |
| 70–200 mm F2,8 | 98–280 mm F4 | 140–400 mm F5,6 |
| 100–400 mm F4,5–5,6 | 140–560 mm F6,3–8 | 200–800 mm F9–11 |
| 200–600 mm F5,6–6,3 | 280–840 mm F8–9 | 400–1200 mm F11–13 |
Gerade die letzte Zeile zeigt, warum die reine Brennweitenangabe nicht ausreicht. 1.200 mm klingen zunächst attraktiv. Bei einer resultierenden Lichtstärke von etwa F11 bis F13 benötigt ihr aber viel Licht, höhere ISO-Werte oder längere Belichtungszeiten.
Für bewegte Tiere oder Sportaufnahmen bei bewölktem Himmel kann eine solche Kombination schnell an praktische Grenzen kommen.
Bleibt die Naheinstellgrenze erhalten?
Bei einem klassischen Telekonverter bleibt die Naheinstellgrenze des Objektivs in der Regel unverändert. Da das Motiv stärker abgebildet wird, erhöht sich gleichzeitig der maximal mögliche Abbildungsmaßstab.
Das kann bei Nahaufnahmen von Insekten, Reptilien, Pflanzen oder kleinen Details interessant sein. Ein Telekonverter ersetzt zwar kein Makroobjektiv, kann die Nahaufnahmefähigkeiten eines kompatiblen Teleobjektivs aber erweitern.
1,4× oder 2× – Welcher Telekonverter ist sinnvoller?
Ob ein 1,4×- oder 2×-Telekonverter besser zu euch passt, hängt nicht nur von der gewünschten Brennweite ab. Entscheidend sind auch das vorhandene Objektiv, die Lichtbedingungen und die Art eurer Motive.
Wann ist ein 1,4×-Telekonverter sinnvoll?
Ein 1,4×-Konverter ist meistens die ausgewogenere Lösung. Ihr gewinnt deutlich an Reichweite, ohne so viel Licht zu verlieren wie mit einem 2×-Modell.
Er eignet sich besonders, wenn ihr:
- häufig bewegte Tiere oder Sport fotografiert
- auch bei wechselndem Licht arbeitet
- möglichst wenig Autofokus-Leistung verlieren möchtet
- hohe Ansprüche an Schärfe und Kontrast habt
- den Konverter regelmäßig und flexibel einsetzen möchtet
Aus einem 70–200 mm F2,8 wird beispielsweise ein 98–280 mm F4. Diese Kombination bleibt lichtstark genug für viele Sport-, Event- und Naturmotive.
Auch an einem 100–400-mm-Zoom kann ein 1,4×-Konverter sinnvoll sein. Ihr erreicht dann 560 mm, müsst am langen Ende aber bereits mit einer effektiven Offenblende von ungefähr F8 arbeiten.
Wann lohnt sich ein 2×-Telekonverter?
Ein 2×-Telekonverter bietet erheblich mehr Reichweite, stellt aber auch höhere Anforderungen an das verwendete Objektiv und die Aufnahmesituation.
Er ist vor allem interessant, wenn ihr:
- ein lichtstarkes F2,8-Teleobjektiv verwendet
- überwiegend bei gutem Tageslicht fotografiert
- statische oder langsamere Motive aufnehmt
- eine sehr große Reichweite benötigt
- bereit seid, Einschränkungen bei Autofokus und Bildqualität zu akzeptieren
Besonders nachvollziehbar ist der Einsatz an einem 70–200 mm F2,8. Mit einem 2×-Konverter entsteht daraus ein 140–400 mm F5,6. Die Kombination bleibt damit noch vergleichsweise praxistauglich.
An einem bereits lichtschwachen Supertelezoom solltet ihr genauer abwägen. Aus einem Objektiv mit F6,3 am langen Ende wird mit einem 2×-Konverter ungefähr F13. Bei schlechtem Licht oder schnellen Motiven ist das oft keine günstige Ausgangslage.
1,4× und 2× im direkten Vergleich
| Kriterium | 1,4×-Telekonverter | 2×-Telekonverter |
| Brennweitengewinn | moderat | hoch |
| Lichtverlust | etwa 1 Blendenstufe | etwa 2 Blendenstufen |
| Einfluss auf den Autofokus | meist moderat | häufig deutlicher |
| Einfluss auf die Bildqualität | meist geringer | stärker sichtbar |
| Freihandaufnahmen | vergleichsweise einfach | anspruchsvoller |
| Typischer Einsatz | Tiere, Sport, flexible Nutzung | maximale Reichweite bei gutem Licht |
Für viele Fotografen ist ein 1,4×-Konverter deshalb der sinnvollere Einstieg. Ein 2×-Modell ist eher eine gezielte Lösung für Situationen, in denen Reichweite klar vor Lichtstärke steht.
Telekonverter-Kompatibilität – Warum das Bajonett allein nicht reicht
Einer der häufigsten Fehler beim Kauf besteht darin, nur auf den Kameraanschluss zu achten. Ein Telekonverter für Sony E-Mount passt nicht automatisch an jedes Sony-E-Objektiv. Dasselbe gilt für Canon RF, Nikon Z, Fujifilm XF und L-Mount.
Mechanische Kompatibilität
Viele Telekonverter besitzen ein nach vorn hervorstehendes Linsenelement. Dieses ragt in den hinteren Bereich des Objektivs hinein.
Nur Objektive, deren Konstruktion dort genügend Platz bietet, lassen sich überhaupt montieren. Bei nicht freigegebenen Objektiven kann der Konverter mechanisch blockieren oder im schlimmsten Fall optische Elemente beschädigen.
Versucht deshalb nicht, einen Konverter mit Kraft anzusetzen.
Elektronische Kompatibilität
Auch wenn sich eine Kombination mechanisch montieren lässt, müssen Kamera, Konverter und Objektiv miteinander kommunizieren können.
Dazu gehören unter anderem:
- Autofokus-Steuerung
- Blendensteuerung
- Bildstabilisierung
- Übertragung der Brennweite
- Speicherung korrekter Exif-Daten
- Objektiv abhängige Korrekturprofile
Bei Fremdherstellern Lösungen kann zusätzlich ein bestimmter Firmwarestand erforderlich sein.
Einschränkungen im Zoombereich
Bei einzelnen Telezooms ist der Konverter nicht im gesamten Brennweitenbereich nutzbar. Ein wichtiges Beispiel ist das Canon RF 100–500 mm F4,5–7,1 L IS USM: In Verbindung mit den Canon-RF-Extendern lässt sich die Kombination erst ab 300 mm verwenden.
Solche Einschränkungen solltet ihr vor dem Kauf kennen. Andernfalls wird aus einem vielseitigen Zoomobjektiv mit angesetztem Konverter eine deutlich speziellere Kombination.
So prüft ihr die Kompatibilität
Geht vor dem Kauf am besten in dieser Reihenfolge vor:
- Prüft das Bajonett des Konverters.
- Notiert die vollständige Bezeichnung eures Objektivs.
- Sucht in der offiziellen Kompatibilitätsliste des Herstellers nach genau diesem Modell.
- Achtet auf Einschränkungen im Zoombereich.
- Prüft erforderliche Firmware-Versionen.
- Kontrolliert, ob Autofokus und Bildstabilisierung unterstützt werden.
- Verlasst euch nicht allein auf die Aussage „passt für E-Mount“, „passt für RF“ oder „passt für Z“.
Original-Konverter oder Fremdhersteller?
Original-Konverter werden vom Kamerasystem- oder Objektivhersteller gezielt auf bestimmte Objektive abgestimmt. Das erleichtert die Auswahl, bedeutet aber nicht, dass jede Kombination innerhalb des Systems unterstützt wird.
Typische Vorteile eines Original-Konverters sind:
- klar dokumentierte Kompatibilität
- abgestimmte elektronische Kommunikation
- nachvollziehbare Firmware Unterstützung
- systemgerechte Abdichtung bei wettergeschützten Modellen
- eine optische Abstimmung auf bestimmte Objektive
Fremdhersteller können eine preislich interessante Alternative sein. Hier solltet ihr jedoch noch genauer prüfen, welche Funktionen mit eurem konkreten Kameragehäuse und Objektiv verfügbar sind.
Entscheidend ist nicht allein der Preis, sondern die vollständige Kombination aus Kamera, Konverter, Objektiv und Firmware.

Telekonverter für Sony E-Mount
Sony bietet für ausgewählte FE-Teleobjektive einen 1,4×- und einen 2×-Telekonverter an. Beide Modelle sind für bestimmte kompatible Objektive gedacht und nicht universell mit allen Sony-E-Objektiven einsetzbar.
Sony SEL14TC 1,4×
Der Sony SEL14TC 1,4×-Telekonverter ist die ausgewogenere Lösung, wenn ihr zusätzliche Reichweite benötigt, Autofokus und Lichtstärke aber möglichst wenig beeinträchtigen möchtet.
1,4fache Reichweite mit hochwertiger Optik und Bedienung.
- Bajonettanschluss: Sony E
- Mit 1.4 facher Vergrößerung
Beliebte Objektive in Kombination mit Sony SEL14TC 1,4x Telekonverter:
- Sony FE 70–200 mm F2,8 GM OSS II
- Sony FE 100–400 mm F4,5–5,6 GM OSS
- Sony FE 200–600 mm F5,6–6,3 G OSS
- Sony FE 100–400 mm F5.6–8 OSS
Am 70–200 mm F2,8 entsteht ein 98–280 mm F4. Diese Kombination eignet sich beispielsweise für Sport, größere Tiere oder Veranstaltungen, bei denen 200 mm etwas zu kurz sind.
Am 200–600 mm erreicht ihr bis zu 840 mm. Am langen Ende sinkt die Lichtstärke dabei auf ungefähr F9. Bei gutem Tageslicht kann das sinnvoll sein, bei schlechten Lichtverhältnissen müsst ihr mit höheren ISO-Werten rechnen.
Geeignet für: flexible Tier-, Vogel- und Sportfotografie mit moderatem Lichtverlust.
Sony SEL20TC 2×
Der Sony SEL20TC 2×-Telekonverter verdoppelt die Brennweite.
2fach-Telekonverter mit hochwertiger Optik und Bedienung.
- Bajonettanschluss: Sony E
- Mit 2 facher Vergrößerung
Beliebte Objektive in Kombination mit Sony SEL20TC 2× Telekonverter:
- Sony FE 70–200 mm F2,8 GM OSS II
- Sony FE 100–400 mm F4,5–5,6 GM OSS
- Sony FE 200–600 mm F5,6–6,3 G OSS
Besonders nachvollziehbar ist der Einsatz am 70–200 mm F2,8. Daraus wird ein 140–400 mm F5,6 – eine Kombination, die trotz des zweifachen Konverters noch eine praktikable Lichtstärke bietet.
Am 200–600 mm entstehen rechnerisch bis zu 1200 mm. Die resultierende Lichtstärke von ungefähr F11 bis F13 schränkt den Einsatz jedoch deutlich ein. Für schnelle Motive bei schwachem Licht ist diese Kombination nur bedingt geeignet.
Geeignet für: maximale Reichweite bei gutem Licht, vorzugsweise mit einem lichtstarken Objektiv.
Sony 1,4× oder 2×?
Für den regelmäßigen Einsatz ist der SEL14TC meist die flexiblere Wahl. Der SEL20TC lohnt sich vor allem, wenn ihr die doppelte Brennweite tatsächlich benötigt und unter ausreichend guten Lichtbedingungen arbeitet.
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Telekonverter für Canon RF
Für das Canon-RF-System stehen der Extender RF 1,4× und der Extender RF 2× zur Verfügung. Beide sind nur mit ausgewählten RF-Teleobjektiven kompatibel.
Canon Extender RF 1,4×
Der Canon Extender RF 1,4× bietet einen moderaten Brennweite Gewinn bei einer Blendenstufe Lichtverlust.
Beliebte Objektive in Kombination mit Canon Extender RF 1,4×:
- Canon RF 100–500 mm F4,5–7,1 L IS USM
- Canon RF 200–800 mm F6,3–9 IS USM
- Canon RF 100–300 mm F2,8 L IS USM
Beim RF 100–500 mm müsst ihr beachten, dass der Konverter erst ab einer Zoomeinstellung von 300 mm eingesetzt werden kann. Mit montiertem Extender steht euch der untere Brennweitenbereich somit nicht zur Verfügung.
Am RF 100–300 mm F2,8 entsteht ein 140–420 mm F4. Das ist eine vergleichsweise lichtstarke und vielseitige Kombination für Sport- und Tieraufnahmen.
Beim RF 200–800 mm sollte der Lichtverlust stärker berücksichtigt werden. Am langen Ende ergibt sich mit dem 1,4×-Extender eine effektive Lichtstärke von ungefähr F13.
Geeignet für: moderate Reichweitenverlängerung, besonders an lichtstärkeren RF-Teleobjektiven.
Canon Extender RF 2×
Der Canon Extender RF 2× verdoppelt die Brennweite und reduziert die Lichtstärke um zwei Blendenstufen.
Mit dem Canon Extender RF 2x erhalten deine Objektive noch mehr Reichweite.
Beliebte Objektive in Kombination mit Canon Extender RF 2×:
- Canon RF 100–500 mm F4,5–7,1 L IS USM
- Canon RF 200–800 mm F6,3–9 IS USM
- Canon RF 100–300 mm F2,8 L IS USM
Am RF 100–300 mm F2,8 erhaltet ihr ein 200–600 mm F5,6. Das ist eine technisch nachvollziehbare Kombination, wenn ihr für Sport oder Tiere mehr Reichweite benötigt.
An bereits lichtschwachen Supertelezooms entstehen dagegen sehr kleine effektive Blendenöffnungen. Ein 200–800 mm F6,3–9 wird rechnerisch zu einem 400–1600 mm F13–18. Für schnelle Motive und wechselndes Licht ist das eine anspruchsvolle Kombination.
Geeignet für: spezialisierte Einsätze bei gutem Licht und vorzugsweise an lichtstarken RF-Teleobjektiven.
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Telekonverter für Nikon Z
Für Nikon Z enthält die Produktübersicht zwei 2×-Lösungen: den Nikon Z Telekonverter TC-2,0× und den Viltrox TC-2.0× Z.
Nikon Z Telekonverter TC-2,0×
Der Nikon Z Telekonverter TC-2,0× ist Nikons systemeigene Lösung zur Verdoppelung der Brennweite.
Hochwertiger Telekonverter mit 2facher Vergrößerung, der einen vielseitigeren Einsatz mit Ihrem NIKKOR Z 70–200 mm 1:2,8 VR S ermöglicht und eine hervorragende Qualität bietet.
- Bajonettanschluss: Nikon Z
Beliebte Objektive in Kombination mit Nikon Z Telekonverter TC-2,0×:
- NIKKOR Z 70–200 mm f/2,8 VR S
- NIKKOR Z 100–400 mm f/4,5–5,6 VR S
- NIKKOR Z 180–600 mm f/5,6–6,3 VR
Am 70–200 mm f/2,8 entsteht ein 140–400 mm f/5,6. Für viele Anwendungen ist das die ausgewogenste der genannten Kombinationen.
Das 100–400 mm erreicht mit dem Konverter 200–800 mm bei ungefähr f/9–11. Beim 180–600 mm entstehen 360–1200 mm bei ungefähr f/11–13. Für diese Kombinationen solltet ihr ausreichend Licht und eine Kamera mit zuverlässigem Autofokus bei kleinen effektiven Blendenöffnungen einplanen.
Geeignet für: Nutzer kompatibler NIKKOR-Z-Teleobjektive, die eine abgestimmte Systemlösung suchen.
Viltrox TC-2.0× Z
Der Viltrox TC-2.0× Z ist eine Fremdhersteller Alternative für Nikon Z.
Beliebte Objektive in Kombination mit Viltrox TC-2.0× Z:
- NIKKOR Z 70–200 mm f/2,8 VR S
- NIKKOR Z 100–400 mm f/4,5–5,6 VR S
- NIKKOR Z 180–600 mm f/5,6–6,3 VR
Vor dem Kauf solltet ihr die Kompatibilität mit eurem genauen Kameragehäuse, Objektiv und Firmwarestand prüfen. Das gilt insbesondere für Autofokus, Bildstabilisierung und die korrekte Übertragung von Objektivdaten.
Ein reiner Preisvergleich reicht hier nicht aus. Entscheidend ist, ob die für euch wichtigen Funktionen mit eurer Ausrüstung zuverlässig unterstützt werden.
Geeignet für: preisbewusste Nikon-Z-Nutzer, die ihre konkrete Kamera-Objektiv-Kombination vorab sorgfältig prüfen.
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Telekonverter für Fujifilm XF
Fujifilm bietet für ausgewählte XF-Teleobjektive einen 1,4×- und einen 2×-Telekonverter an. Beide tragen die Bezeichnung WR und sind auf den Einsatz mit geeigneten wettergeschützten XF-Objektiven ausgelegt.
Fujifilm XF 1,4× TC WR
Der Fujifilm XF 1,4× TC WR erhöht die Brennweite um den Faktor 1,4 und reduziert die Lichtstärke um eine Blendenstufe.
Beliebte Objektive in Kombination mit Fujifilm XF 1,4× TC WR:
- Fujinon XF 50–140 mm F2,8 R LM OIS WR
- Fujinon XF 100–400 mm F4,5–5,6 R LM OIS WR
- Fujinon XF 150–600 mm F5,6–8 R LM OIS WR
Am XF 50–140 mm F2,8 entsteht ein 70–196 mm F4. Da Fujifilm-X-Kameras einen APS-C-Sensor verwenden, entspricht der Bildwinkel ungefähr dem eines 107–300-mm-Objektivs an Kleinbild.
Am XF 100–400 mm gewinnt ihr deutlich an Reichweite, ohne gleich zwei Blendenstufen zu verlieren. Für viele Tier- und Naturfotografen ist der 1,4×-Konverter daher die flexiblere Lösung.
Beim XF 150–600 mm sinkt die Lichtstärke am langen Ende auf ungefähr F11. Das ist bei gutem Licht nutzbar, bei schnellen Motiven in der Dämmerung aber deutlich anspruchsvoller.
Geeignet für: Tier-, Natur- und Sportfotografie mit möglichst ausgewogenem Verhältnis aus Reichweite und Lichtstärke.
Fujifilm XF 2× TC WR
Der Fujifilm XF 2× TC WR verdoppelt die Brennweite.
Wetterfester Telekonverter für einige Objektive mit Fujifilm X-Bajonett.
Beliebte Objektive in Kombination mit Fujifilm XF 2× TC WR:
- Fujinon XF 50–140 mm F2,8 R LM OIS WR
- Fujinon XF 100–400 mm F4,5–5,6 R LM OIS WR
- Fujinon XF 150–600 mm F5,6–8 R LM OIS WR
Am sinnvollsten erscheint die Kombination mit dem lichtstarken XF 50–140 mm F2,8. Daraus wird ein 100–280 mm F5,6. Bezogen auf den Bildwinkel entspricht das ungefähr 152–427 mm an Kleinbild.
Beim XF 150–600 mm ergibt sich dagegen eine Lichtstärke von etwa F11–16. Die rechnerische Reichweite ist erheblich, der praktische Einsatz aber stark von Licht, Motivbewegung und Autofokusleistung abhängig.
Geeignet für: Klar definierte Einsätze mit hoher Reichweite und guten Lichtbedingungen.
Unser Tipp: Viele weitere Fujifilm XF Objektive findet ihr im Foto Erhardt Onlineshop.

Der Sonderfall Fujifilm X100 – TCL-X100 II
Der Fujifilm TCL-X100 II wird häufig als Telekonverter bezeichnet, funktioniert technisch aber anders als die bisher genannten Modelle.
Er wird nicht zwischen Kamera und Objektiv montiert. Stattdessen schraubt ihr ihn vor das fest verbaute Objektiv der X100-Kamera. Es handelt sich somit um einen Tele-Vorsatzkonverter.
Kompatibel mit folgenden Fujifilm Kameramodellen:
- Fujifilm X100VI
- Fujifilm X100V
- Fujifilm X100F
Das fest verbaute 23-mm-F2-Objektiv der X100-Serie entspricht vom Bildwinkel ungefähr 35 mm an Kleinbild. Mit dem TCL-X100 II entsteht ein Bildwinkel, der ungefähr 50 mm an Kleinbild entspricht.
Der Vorsatz eignet sich damit vor allem für:
- Porträts
- Reportagen
- Details
- Alltagssituationen
- Motive, bei denen 35 mm etwas zu weitwinklig sind
Zwischen der silbernen und schwarzen Version besteht funktional kein Unterschied. Die Wahl richtet sich in erster Linie nach der Farbe eurer Kamera.

Telekonverter für Sigma L-Mount
Für ausgewählte Sigma-Objektive mit L-Mount stehen der Sigma TC-1411 mit 1,4× und der Sigma TC-2011 mit 2× zur Verfügung.
Sigma TC-1411 1,4×
Der Sigma TC-1411 verlängert die Brennweite um den Faktor 1,4.
Der Sigma Tele-Konverter TC-1411 ist exklusiv für den Einsatz an dem Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS Contemporary L-Mount für spiegellose Kameras entwickelt worden.
- Bajonettanschluss: Leica L
Beliebte Objektive in Kombination mit Sigma TC-1411 1,4×:
- Sigma 70–200 mm F2,8 DG DN OS Sports
- Sigma 100–400 mm F5–6,3 DG DN OS Contemporary
- Sigma 150–600 mm F5–6,3 DG DN OS Sports
Am 70–200 mm F2,8 entsteht ein 98–280 mm F4. Das ist eine vielseitige Kombination für Sport, Tiere und Veranstaltungen.
Am 150–600 mm erreicht ihr 840 mm bei einer effektiven Offenblende von ungefähr F9 am langen Ende. Für Aufnahmen bei Tageslicht kann das eine sinnvolle Erweiterung sein.
Geeignet für: Nutzer kompatibler Sigma-L-Mount-Teleobjektive, die einen moderaten Brennweite Gewinn bevorzugen.
Sigma TC-2011 2×
Der Sigma TC-2011 verdoppelt die Brennweite.
Der Sigma Tele-Konverter TC-2011 ist exklusiv für den Einsatz an dem Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS Contemporary L-Mount für spiegellose Kameras entwickelt worden.
- Bajonettanschluss: Leica L
Beliebte Objektive in Kombination mit Sigma TC-2011 2×:
- Sigma 70–200 mm F2,8 DG DN OS Sports
- Sigma 100–400 mm F5–6,3 DG DN OS Contemporary
- Sigma 150–600 mm F5–6,3 DG DN OS Sports
Am 70–200 mm F2,8 entsteht ein 140–400 mm F5,6. An den beiden lichtschwächeren Zooms solltet ihr dagegen genau prüfen, ob die resultierende Lichtstärke zu euren Motiven passt.
Aus dem 150–600 mm F5–6,3 wird rechnerisch ein 300–1200 mm F10–13. Für statische Motive bei hellem Tageslicht kann das funktionieren. Für schnelle Tiere in der Dämmerung ist die Kombination deutlich weniger flexibel.
Geeignet für: maximale Reichweite mit kompatiblen Sigma-L-Mount-Objektiven, bevorzugt an lichtstarken Modellen.
Unser Tipp: Viele weitere Sigma Objektive findet ihr im Foto Erhardt Onlineshop.
Wichtig beim L-Mount
Der L-Mount wird von mehreren Herstellern verwendet. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder L-Mount-Telekonverter mit jedem L-Mount-Objektiv funktioniert.
Auch hier gilt: Prüft die Freigabe für die genaue Objektivbezeichnung. Das gemeinsame Bajonett allein ist kein ausreichender Kompatibilitätsnachweis.
Schnellübersicht – Welcher Telekonverter passt zu welchem Objektiv?
| System | Telekonverter | Faktor | Objektive | Wichtiger Hinweis |
| Sony E | Sony SEL14TC | 1,4× | FE 70–200 GM II, FE 100–400 GM, FE 200–600 G | ausgewogene Lösung |
| Sony E | Sony SEL20TC | 2× | FE 70–200 GM II, FE 100–400 GM, FE 200–600 G | hoher Lichtverlust an Supertelezooms |
| Canon RF | Extender RF 1,4× | 1,4× | RF 100–500, RF 200–800, RF 100–300 | RF 100–500 erst ab 300 mm |
| Canon RF | Extender RF 2× | 2× | RF 100–500, RF 200–800, RF 100–300 | besonders auf effektive Blende achten |
| Nikon Z | Nikon TC-2,0× | 2× | Z 70–200, Z 100–400, Z 180–600 | Originalsystemlösung |
| Nikon Z | Viltrox TC-2.0× Z | 2× | Z 70–200, Z 100–400, Z 180–600 | Kamera- und Firmwarekompatibilität prüfen |
| Fujifilm XF | XF 1,4× TC WR | 1,4× | XF 50–140, XF 100–400, XF 150–600 | vielseitigere Option |
| Fujifilm XF | XF 2× TC WR | 2× | XF 50–140, XF 100–400, XF 150–600 | gutes Licht besonders wichtig |
| Sigma L | TC-1411 | 1,4× | Sigma 70–200, 100–400, 150–600 | nur freigegebene L-Mount-Objektive |
| Sigma L | TC-2011 | 2× | Sigma 70–200, 100–400, 150–600 | vor allem an lichtstarken Optiken sinnvoll |
| Fujifilm X100 | TCL-X100 II | Vorsatz | X100VI, X100V, X100F | kein klassischer Bajonett-Telekonverter |
Welche Nachteile hat ein Telekonverter?
Ein Telekonverter kann ein vorhandenes Objektiv flexibler machen. Er kann aber keine optischen oder technischen Schwächen ausgleichen. Im Gegenteil: Schwächen des verwendeten Objektivs können durch die zusätzliche Vergrößerung sichtbarer werden.
Nachteil 1 – Weniger Licht
Der Lichtverlust wirkt sich direkt auf eure Belichtung aus. Um weiterhin kurze Verschlusszeiten zu erreichen, müsst ihr häufig den ISO-Wert erhöhen.
Das kann zu mehr Bildrauschen und einem geringeren Dynamikumfang führen. Bei statischen Motiven könnt ihr stattdessen eine längere Belichtungszeit verwenden. Bei fliegenden Vögeln, laufenden Tieren oder Sportlern ist das meist keine Option.
Nachteil 2 – Langsamerer Autofokus
Durch die kleinere effektive Blendenöffnung gelangt weniger Licht zum Autofokussystem. Je nach Kamera und Objektiv kann der Autofokus dadurch langsamer reagieren oder bei schwachem Licht unsicherer werden.
Wie deutlich der Unterschied ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Kameragehäuse
- Ausgangslichtstärke des Objektivs
- Motivkontrast
- Lichtverhältnisse
- Konverterfaktor
- Firmware und elektronische Abstimmung
An aktuellen Kameras kann eine kompatible Kombination durchaus zuverlässig arbeiten. Ihr solltet dennoch nicht davon ausgehen, dass sich das Objektiv mit Konverter exakt so schnell verhält wie ohne.
Nachteil 3 – Mögliche Verluste bei Schärfe und Kontrast
Jede zusätzliche Linsengruppe beeinflusst die Abbildungsleistung. Ein guter Telekonverter an einem leistungsfähigen Objektiv kann weiterhin scharfe Ergebnisse liefern. Ein 2×-Konverter zeigt jedoch meist deutlicher, wo die Grenzen des Ausgangsobjektivs liegen.
Besonders geeignet sind daher:
- lichtstarke Telefestbrennweiten
- hochwertige 70–200-mm-Zooms
- scharfe 100–400-mm-Telezooms
- Objektive, die bereits ohne Konverter eine hohe Detailleistung liefern
Ein Telekonverter vergrößert schließlich nicht nur das Motiv, sondern auch vorhandene Abbildungsfehler.
Nachteil 4 – Höhere Verwacklungsgefahr
Mit zunehmender Brennweite wird jede Bewegung stärker sichtbar. Das gilt sowohl für Bewegungen des Motivs als auch für Verwacklungen der Kamera.
Achtet deshalb auf:
- ausreichend kurze Verschlusszeiten
- eine ruhige Kamerahaltung
- aktivierten Bildstabilisator
- saubere Nachführbewegungen
- ein Einbein- oder Dreibeinstativ bei langen Einsätzen
Bei sehr großen Distanzen kann außerdem Luftflimmern die Bildqualität stärker begrenzen als der Konverter selbst. Vor allem an warmen Tagen entstehen durch unterschiedlich temperierte Luftschichten sichtbare Unschärfen und Verzerrungen.
Telekonverter, Crop oder längeres Objektiv?
Ein Telekonverter ist nicht in jeder Situation die beste Lösung. Je nach Kamera, Motiv und Häufigkeit der Nutzung können ein Bildausschnitt oder ein längeres Objektiv sinnvoller sein.
Wann lohnt sich ein Telekonverter?
Ein Telekonverter bietet sich an, wenn ihr:
- bereits ein hochwertiges, kompatibles Teleobjektiv besitzt
- nur gelegentlich zusätzliche Reichweite benötigt
- nicht ständig ein weiteres großes Objektiv transportieren möchtet
- den Brennweiten Gewinn optisch statt nur digital erreichen möchtet
- mit dem Lichtverlust leben könnt
Der Konverter ist dabei meist kleiner, leichter und günstiger als ein zusätzliches Superteleobjektiv.
Wann kann ein Crop ausreichen?
Viele moderne Kameras bieten hohe Sensorauflösungen oder einen APS-C-Crop-Modus. Damit könnt ihr den Bildausschnitt direkt in der Kamera verkleinern oder später am Rechner zuschneiden.
Ein Crop verändert allerdings nicht die optische Abbildung. Er liefert keine zusätzliche Brennweite und keine zusätzliche Detailauflösung. Ihr verwendet lediglich einen kleineren Teil des vorhandenen Bildes.
Ein Crop kann sinnvoll sein, wenn:
- eure Kamera genügend Auflösungsreserve bietet
- ihr nur selten mehr Reichweite benötigt
- ihr keinen Lichtverlust in Kauf nehmen möchtet
- eine schnelle Autofokus Leistung wichtiger ist
- das Motiv nicht sehr klein im Bild erscheint
Wann ist ein längeres Objektiv besser?
Ein längeres Objektiv ist meist die technisch überzeugendere Lösung, wenn ihr die zusätzliche Reichweite regelmäßig benötigt.
Dafür spricht:
- kein Konverter bedingter Lichtverlust
- meist bessere Autofokusleistung
- häufig höhere Bildqualität
- weniger optische Schnittstellen
- eine auf die Brennweite abgestimmte Konstruktion
Dagegen stehen ein höheres Gewicht, größere Abmessungen und meist deutlich höhere Kosten.
Wer nur gelegentlich von 400 auf 560 mm wechseln möchte, ist mit einem 1,4×-Konverter oft gut bedient. Wer dagegen fast jede Aufnahme mit Konverter macht, sollte prüfen, ob ein längeres Objektiv langfristig die passendere Lösung wäre.
Unser Fazit
Ein Telekonverter kann euch zusätzliche Reichweite verschaffen, ohne dass ihr sofort ein größeres Teleobjektiv benötigt. Besonders sinnvoll ist er an hochwertigen, lichtstarken und ausdrücklich kompatiblen Objektiven.
Für viele Fotografen ist ein 1,4×-Konverter die flexiblere Wahl. Der Brennweitengewinn ist deutlich, während sich Lichtverlust und Einschränkungen meist noch gut kontrollieren lassen.
Ein 2×-Telekonverter eignet sich eher für gezielte Einsätze. Er kann an einem F2,8-Teleobjektiv eine praktische Ergänzung sein, wird an lichtschwächeren Supertelezooms aber schnell anspruchsvoll.
Achtet bei der Auswahl deshalb nicht nur auf die maximal erreichbare Brennweite. Prüft vor allem:
- die genaue Objektivkompatibilität
- die resultierende Lichtstärke
- die Anforderungen eurer Motive
- die vorhandenen Lichtbedingungen
- mögliche Einschränkungen beim Autofokus
- die optische Leistung des Objektivs
Ein kompatibler 1,4×-Konverter an einem guten Objektiv ist in der Praxis häufig nützlicher als eine extreme Brennweite, die ihr wegen zu wenig Licht oder unsicherem Autofokus kaum einsetzen könnt.
FAQ – Häufige Fragen zu Telekonvertern
Kann ich jeden Telekonverter mit jedem Objektiv verwenden?
Nein. Telekonverter funktionieren nur mit ausgewählten Objektiven. Neben dem Bajonett müssen die mechanische Bauform, die Elektronik und die Herstellerfreigabe passen.
Wie viel Licht verliere ich mit einem Telekonverter?
Ein 1,4×-Telekonverter reduziert die Lichtstärke ungefähr um eine Blendenstufe. Ein 2×-Telekonverter kostet ungefähr zwei Blendenstufen.
Aus F2,8 wird mit 1,4× also ungefähr F4 und mit 2× ungefähr F5,6.
Wird die Bildqualität mit einem Telekonverter schlechter?
In der Regel nimmt die Abbildungsleistung etwas ab. Wie stark der Unterschied sichtbar wird, hängt vom Objektiv, vom Konverter, von der Kamera und von der Aufnahmesituation ab.
Ein hochwertiges und bereits ohne Konverter scharfes Objektiv bietet die beste Ausgangslage.
Funktioniert der Autofokus mit einem Telekonverter weiterhin?
Bei offiziell kompatiblen Kombinationen funktioniert der Autofokus grundsätzlich weiter. Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit können jedoch sinken, da die effektive Lichtstärke geringer wird.
Besonders bei einem 2×-Konverter, lichtschwachen Zoomobjektiven und wenig Licht kann der Unterschied deutlich werden.
Ist ein 2×-Telekonverter besser als ein 1,4×-Telekonverter?
Nicht grundsätzlich. Ein 2×-Konverter bietet mehr Reichweite, verursacht aber auch einen stärkeren Lichtverlust und beeinflusst Autofokus sowie Bildqualität meist deutlicher.
Für viele Einsätze ist ein 1,4×-Konverter der ausgewogenere Kompromiss.
Lohnt sich ein Telekonverter an einem lichtschwachen Zoomobjektiv?
Das hängt von den Lichtbedingungen und eurem Motiv ab. Ein 1,4×-Konverter kann bei gutem Tageslicht sinnvoll sein. Ein 2×-Konverter führt bei einem bereits lichtschwachen Zoom jedoch schnell zu effektiven Blendenwerten von F11, F13 oder kleiner.
Für schnelle Motive oder Aufnahmen in der Dämmerung ist das oft unpraktisch.
Kann ich zwei Telekonverter miteinander kombinieren?
Bei einzelnen Systemen kann eine Kombination mechanisch möglich sein. In der Praxis ist sie wegen des starken Lichtverlusts, möglicher Funktionseinschränkungen und der sinkenden Bildqualität meist nicht empfehlenswert.
Verändert ein Telekonverter die Naheinstellgrenze?
Die Naheinstellgrenze des Objektivs bleibt üblicherweise bestehen. Da das Motiv durch den Konverter größer abgebildet wird, erhöht sich der maximale Abbildungsmaßstab.
Ist ein Telekonverter dasselbe wie ein Objektivadapter?
Nein. Ein Objektivadapter verbindet in erster Linie unterschiedliche Bajonette oder gleicht verschiedene Auflagemaße aus. Ein Telekonverter enthält eine optische Linsengruppe und verlängert die Brennweite.
Ist der Fujifilm TCL-X100 II ein klassischer Telekonverter?
Nein. Der TCL-X100 II wird vor das fest verbaute Objektiv einer kompatiblen X100-Kamera geschraubt. Technisch handelt es sich um einen Tele-Vorsatzkonverter.
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