Sony RX10 V im Test – Beliebte Premium-Bridgekamera mit umfassendem Technologie-Update
Fast neun Jahre nach der Vorstellung der RX10 IV präsentiert Sony mit der RX10 V die nächste Generation seiner beliebten Premium-Bridgekamera. Das Erfolgsrezept bleibt dabei erhalten: ein hochwertiger 1″-Sensor kombiniert mit dem lichtstarken ZEISS Vario-Sonnar T 24–600 mm F2.4–4.0* und einem wettergeschützten Gehäuse. Im Inneren hat Sony die Kamera jedoch nahezu vollständig modernisiert und zahlreiche Technologien der aktuellen Alpha-Serie übernommen.
Mit einem KI-gestützten Autofokus, bis zu 30 Bildern pro Sekunde, modernen Videofunktionen bis 4K120p sowie einer deutlich überarbeiteten Bedienung richtet sich die RX10 V insbesondere an Natur-, Wildlife-, Reise- und Sportfotografen, die maximale Flexibilität ohne Objektivwechsel suchen.
Preis & Verfügbarkeit: Die Sony RX10 V ist ab 17. Juli 20226 erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 2.499 Euro. Ihr könnt die Kamera bereits jetzt im Foto Erhardt Onlineshop vorbestellen.
Inhalt
- 1 Das Erfolgsrezept bleibt erhalten
- 2 Bewährtes ZEISS 24–600 mm F2.4–4.0
- 3 Neuer Sensor und BIONZ XR Prozessor
- 4 KI-Autofokus auf Alpha-Niveau
- 5 30 Bilder pro Sekunde für schnelle Motive
- 6 Mehr Komfort durch neue Zoom-Funktionen
- 7 Professionelle Videofunktionen
- 8 Hochauflösender Sucher und modernisierte Bedienung
- 9 Moderne Konnektivität
- 10 Einige Funktionen entfallen
- 11 Für wen eignet sich die RX10 V?
- 12 Unser Fazit zur Sony RX10 V
Das Erfolgsrezept bleibt erhalten

Seit ihrer Einführung im Jahr 2017 zählt die RX10 IV zu den beliebtesten Premium-Bridgekameras am Markt. Ihr großer Vorteil war schon immer die Kombination aus hochwertiger Bildqualität und einem enormen Brennweitenbereich, ohne dass Objektive gewechselt werden müssen.

Auch die RX10 V setzt genau hier an. Sony hält bewusst am bewährten Konzept fest und kombiniert den großen Brennweitenbereich mit aktueller Kameratechnologie aus den spiegellosen Alpha-Modellen.

Gerade auf Reisen oder bei längeren Touren spielt dieses Konzept seine Stärken aus. Während klassische Systemkameras häufig mehrere Objektive erfordern, deckt die RX10 V nahezu alle fotografischen Situationen mit einem einzigen Objektiv ab – vom 24-mm-Weitwinkel bis zum 600-mm-Supertele.

Bewährtes ZEISS 24–600 mm F2.4–4.0
Das Herzstück der Kamera bleibt das hochwertige ZEISS Vario-Sonnar T*-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 600 mm (KB-äquivalent).
Damit eignet sich die Kamera gleichermaßen für:
- Landschaftsfotografie
- Architektur
- Reisen
- Portraits
- Sport
- Wildlife
- Birding
- Flugzeugfotografie
- Makroaufnahmen
Der optische Aufbau umfasst insgesamt 18 Linsen in 13 Gruppen, darunter mehrere ED-, Super-ED- und asphärische Elemente. Dadurch werden chromatische Aberrationen reduziert und eine hohe Bildschärfe über den gesamten Zoombereich erreicht.
Auch im Nahbereich überzeugt die RX10 V. Die Naheinstellgrenze liegt bei lediglich 3 cm im Weitwinkel sowie 72 cm im Telebereich. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt bis zu 0,49x und eignet sich hervorragend für Blumen, Insekten oder andere Detailaufnahmen.
Zusätzlich steht weiterhin der Clear Image Zoom zur Verfügung, der den Zoombereich digital auf bis zu 1200 mmerweitert. Mit dem klassischen Digitalzoom sind sogar bis zu 2400 mm möglich.
Neuer Sensor und BIONZ XR Prozessor
Im Inneren arbeitet ein moderner 20,1-Megapixel-1″-Exmor-RS-Stacked-CMOS-Sensor.
Zusammen mit dem aktuellen BIONZ XR Bildprozessor und der neuen AI Processing Unit sorgt dieser für eine deutlich höhere Rechenleistung als bei der RX10 IV.
Sony verspricht dadurch:
- bessere Detaildarstellung
- natürlichere Farben
- feinere Strukturen
- verbesserten Dynamikumfang
- schnellere Bildverarbeitung
Auch der D-Range Optimizer wurde erweitert und arbeitet nun mit bis zu acht Stufen. Dadurch lassen sich Schatten besser aufhellen und kontrastreiche Motive natürlicher wiedergeben.
Über die bekannten Creative Looks können Fotografen außerdem unterschiedliche Bildstile direkt in der Kamera auswählen und individuell anpassen.
KI-Autofokus auf Alpha-Niveau
Den größten Entwicklungsschritt macht Sony beim Autofokus. Erstmals verfügt eine RX10 über eine dedizierte AI Processing Unit, wie sie bereits aus den aktuellen Alpha-Kameras bekannt ist. Dadurch erkennt die Kamera Motive wesentlich zuverlässiger und verfolgt diese auch bei schnellen Bewegungen präzise.
Erkannt werden automatisch:
- Menschen
- Tiere
- Vögel
- Insekten
- Autos
- Züge
- Flugzeuge
Je nach Motiv analysiert die Kamera nicht nur Augen und Gesicht, sondern auch Kopf, Körper und sogar die Körperhaltung. Dadurch bleibt der Fokus selbst dann zuverlässig auf dem Motiv, wenn dieses kurzzeitig verdeckt wird oder sich von der Kamera wegdreht.
Das AF-System arbeitet mit rund 575 Phasen-AF-Feldern, die etwa 70,6 Prozent des Bildfeldes abdecken. Ergänzt wird dies durch Real-time Recognition AF und Real-time Tracking, wodurch insbesondere Wildlife- und Sportfotografen profitieren.
30 Bilder pro Sekunde für schnelle Motive
Auch bei der Geschwindigkeit legt Sony nach. Während die RX10 IV maximal 24 Bilder pro Sekunde erreichte, schafft die RX10 V nun bis zu 30 Bilder pro Sekunde inklusive kontinuierlicher AF- und AE-Nachführung.
Hinzu kommen:
- bis zu 60 AF-/AE-Berechnungen pro Sekunde
- Blackout-Free-Sucher
- Continuous Shooting Speed Boost
Gerade bei Vögeln im Flug, Motorsport oder schnellen Action-Szenen erhöht sich dadurch die Trefferquote deutlich.
Mehr Komfort durch neue Zoom-Funktionen
Sony hat auch die Zoom-Bedienung überarbeitet. Die Standard-Zoomgeschwindigkeit wurde erhöht und arbeitet nun spürbar schneller als beim Vorgänger.
Neu ist außerdem der Zoom Assist. Befindet sich das Motiv bei langen Brennweiten außerhalb des Bildausschnitts, zoomt die Kamera auf Knopfdruck kurzfristig heraus. Dadurch lässt sich das Motiv einfacher wiederfinden, bevor automatisch wieder zur ursprünglichen Brennweite zurückgekehrt wird.
Gerade bei Vogel- oder Wildlife-Aufnahmen stellt diese Funktion eine praktische Unterstützung dar.
Professionelle Videofunktionen
Auch Videografen profitieren von zahlreichen Neuerungen.
Die RX10 V zeichnet Videos in:
- 4K60p ohne Crop
- 4K120p mit Crop
auf.
Zusätzlich stehen zur Verfügung:
- 10 Bit 4:2:2
- All-Intra-Aufzeichnung
- Active Stabilization
- Auto Framing
- Digital Audio Interface
- S&Q-Modus
- Picture Profiles
- S-Log3
- User LUT
- Display LUT
- Shot Marks
- Time-Lapse
- Recording Lamp
Der bisherige HFR-Modus entfällt zugunsten des deutlich flexibleren S&Q-Modus.
Damit richtet sich Sony die Kamera zunehmend auch an Content Creator sowie professionelle Videografen.
Hochauflösender Sucher und modernisierte Bedienung

Auch die Bedienung orientiert sich nun deutlich stärker an den aktuellen Alpha-Kameras. Der elektronische Sucher wächst auf 0,5 Zoll, löst mit 3,69 Millionen Bildpunkten auf und arbeitet mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.
Das rückseitige Display bietet:
- 3,0 Zoll
- 3:2-Format
- 1,62 Mio. Bildpunkte
- Touch-Bedienung
- optimierte Hochformatdarstellung

Neu hinzu kommen außerdem:
- AF-ON-Taste
- Multi-Selector (Joystick)
- zwei hintere Einstellräder
- konfigurierbare Sucheranzeigen
- überarbeitetes Kameramenü
Die Kamera lässt sich dadurch deutlich intuitiver bedienen und orientiert sich stärker an Sonys spiegellosen Systemkameras.
Moderne Konnektivität
Auch technisch bringt Sony die RX10 V auf den aktuellen Stand.
Neu sind unter anderem:
- USB-C
- Wi-Fi 6
- UHS-II-kompatibler SD-Kartenslot
- Live-Streaming bis 4K30
Die Akkulaufzeit steigt gleichzeitig auf bis zu 630 Aufnahmen über das Display beziehungsweise 570 Aufnahmen über den Sucher.
Einige Funktionen entfallen
Mit der Modernisierung verabschiedet sich Sony gleichzeitig von einigen älteren Funktionen.
Nicht mehr vorhanden sind:
- integrierter Blitz
- HFR-Superzeitlupe
- AF-A-Modus
- oberes Statusdisplay
- Blitzsynchronisation mit elektronischem Verschluss
Für wen eignet sich die RX10 V?
Sony richtet die Kamera insbesondere an Fotografen, die möglichst viele Motive mit nur einer Kamera abdecken möchten.
Besonders interessant ist sie für:
- Wildlife-Fotografen
- Birding
- Flugzeugfotografie
- Safari-Reisen
- Landschaftsfotografie
- Sportfotografie
- Reise- und Outdoor-Fotografie
- Content Creator
Gerade Fotografen, die bisher eine RX10 III oder RX10 IV nutzen, erhalten mit der RX10 V ein umfangreiches Technologie-Update, ohne das bewährte Bedienkonzept aufgeben zu müssen.
Unser Fazit zur Sony RX10 V
Mit der RX10 V entwickelt Sony seine Premium-Bridgekamera konsequent weiter. Statt das erfolgreiche Konzept grundlegend zu verändern, konzentriert sich der Hersteller auf genau die Bereiche, in denen sich die Kameratechnologie in den vergangenen Jahren am stärksten weiterentwickelt hat.
Der KI-gestützte Autofokus, der leistungsfähige BIONZ XR Prozessor, die neue AI Processing Unit sowie die umfangreichen Videofunktionen bringen die RX10-Serie technisch auf den aktuellen Stand der Alpha-Familie. Gleichzeitig bleiben die größten Stärken der Baureihe erhalten: das vielseitige ZEISS® 24–600-mm-Objektiv, der große 1″-Sensor und die Möglichkeit, nahezu jede Aufnahmesituation mit nur einer Kamera abzudecken.
Wer häufig reist, Tiere fotografiert oder Sport- und Outdoor-Motive festhält und dabei bewusst auf den Wechsel von Objektiven verzichten möchte, findet in der RX10 V eine leistungsstarke Komplettlösung. Mit ihrer Kombination aus hoher Bildqualität, modernem Autofokus und enormer Flexibilität dürfte sie auch in Zukunft zu den interessantesten Bridgekameras auf dem Markt zählen.
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