Sony FX5, FX3 oder FX6? Der praxisnahe Cinema-Line-Vergleich für eure Produktion
Wer in moderne Video- und Filmproduktionen investiert, kommt meist an Sonys Cinema Line nicht vorbei. Mit der FX3 und der FX6 hat Sony zwei hervorragende Cinema Kameras etabliert, die im Alltag vieler Solo-Videografen bis hin zu kleinen Filmcrews häufig zu finden sind. Die Sony FX5 fügt sich genau zwischen diesen beiden Modellen ein.
In diesem Vergleich prüfen wir die drei Kameras auf ihre Praxistauglichkeit.
Wir schauen uns an, wo die technischen Unterschiede liegen, wie sich diese auf euren Workflow auswirken und welche Kamera für eure spezifischen Projektanforderungen das passende Werkzeug ist.
Inhalt
- 1 Die neue Ordnung in Sonys Cinema Line
- 2 Sensor & Bildqualität – Stacked-CMOS, Auflösung und Triple-Base-ISO
- 3 Aufzeichnungsformate & Workflow – 5K Open Gate und internes X-OCN RAW
- 4 Gehäuse, Handling & Audio – Kompaktheit trifft auf professionelle Kontrolle
- 5 Schnittstellen & Integration – SDI, HDMI und Rigging im Team-Setup
- 6 Welche Kamera passt zu eurem Anforderungsprofil?
- 7 Die wichtigsten technischen Spezifikationen im Überblick
- 8 Unser Fazit
- 9 FAQ – Die häufigsten Fragen zu FX3, FX5 und FX6
Die neue Ordnung in Sonys Cinema Line
Um die richtige Wahl zu treffen, müsst ihr verstehen, wie Sony seine Cinema-Geräte konzipiert hat:

Sony FX3: Entwickelt als maximale Kompaktheit im Alpha-Look. Sie richtet sich an Filmschaffende, die oft alleine arbeiten, lange auf Gimbals drehen oder ein möglichst leichtes Setup benötigen, ohne auf Vollformat-Look zu verzichten.

Sony FX5: Schließt die Lücke zwischen Kompaktklasse und klassischem Cinema-Rig. Sie bringt Funktionen wie internes RAW, Anamorphic-Desqueeze und ein Open-Gate-Format in ein kompaktes Gehäuse und zielt auf Commercials, Musikvideos und hochwertige Dokumentarfilme ab.

Sony FX6: Die etablierte Broadcast- und Dokumentarfilm-Kamera im modularen Box-Design. Ihre Stärken liegen in der Schnittstellenvielfalt (inklusive SDI) und der nahtlosen Einbindung in professionelle Multi-Kamera-Setups.
| Modell | Einsatz Fokus | Gehäusekonzept | Hauptvorteil im Workflow |
| Sony FX3 | Solo-Drehs & Gimbal | Alpha-Formfaktor | Maximal unauffällig, leicht & mobil |
| Sony FX5 | Commercials & RAW-Drehs | Hybrid-Box-Design | Internes RAW, 5K Open Gate & 32-Bit Float |
| Sony FX6 | Broadcast & Multi-Cam | Modularer Cine-Body | 12G-SDI, Genlock & professionelles Rigging |
Sensor & Bildqualität – Stacked-CMOS, Auflösung und Triple-Base-ISO
Der Sensor bestimmt, wie die Kamera Licht verarbeitet und wie flexibel ihr bei schnellen Bewegungen seid.
Hier zeigen sich deutliche Unterschiede in der Sensorarchitektur.
Sensortyp und Rolling Shutter
Während die FX3 und FX6 auf rückwärtig belichtete Sensoren (BSI-CMOS) setzen, arbeitet in der FX5 ein gestapelter Sensor (Stacked-CMOS).
- FX3 / FX6 (10,2 MP / 10,3 MP BSI): Diese Sensoren bieten eine exzellente Lichtausbeute und sehr schnelles Auslesen. Bei extremeren Schwenks oder schnellen Objekten im Bild kann es jedoch zu leichten Rolling-Shutter-Verzerrungen kommen.
- FX5 (16,6 MP Stacked-CMOS): Durch die Stacked-Architektur wird die Auslesegeschwindigkeit signifikant erhöht. Rolling-Shutter-Artefakte (wie schiefe Vertikallinien bei schnellen Kameraschwenks) werden auf ein absolutes Minimum reduziert. Zudem erlaubt die höhere Auflösung schärfere Oversampling-Ergebnisse bei 4K-Output.
ISO-Konzept und Rauschverhalten
Ein zentrales Merkmal der Cinema Line ist das Verhalten bei wenig Licht.
- FX3 und FX6 (Dual Native ISO): Beide Modelle bieten zwei native ISO-Basiswerte (ISO 800 und ISO 12.800 im S-Log3-Betrieb). Damit erhaltet ihr bei ISO 12.800 ein außergewöhnlich rauscharmes Bild, was besonders bei unkontrollierten Lichtsituationen auf Events oder bei Nachtdrehs von Vorteil ist.
- FX5 (Triple Base ISO): Die FX5 bietet drei ISO-Basisstufen (ISO 800, ISO 4.000 und ISO 12.800). Die zusätzliche Zwischenstufe bei ISO 4.000 gibt euch am Set mehr Flexibilität: Ihr müsst das Bild bei moderatem Dämmerlicht nicht künstlich verstärken oder mit ND-Filtern zu stark abblenden, um den Dynamikumfang optimal auszunutzen.
Aufzeichnungsformate & Workflow – 5K Open Gate und internes X-OCN RAW
Die Postproduktion profitiert direkt vom gewählten Aufzeichnungsformat. Hier entscheidet sich, wie viel Rechenleistung und Speicherplatz ihr einplanen müsst.
| Feature | Sony FX3 | Sony FX5 | Sony FX6 |
| Max. Sensor-Auflösung | 4.2K (3840 x 2160 intern) | 5K (Open Gate 3:2) | 4.2K (3840 x 2160 intern) |
| RAW-Aufzeichnung | Extern via HDMI (ProRes RAW) | Intern (16-Bit X-OCN RAW) | Extern via SDI (ProRes RAW) |
| Anamorphic Support | Eingeschränkt (Monitoring) | Vollständig (Desqueeze & 3:2) | Eingeschränkt |
| Erforderliche Medien | SD (V60/V90) / CFexpress Typ A | CFexpress Typ A (VPG400) | SD (V60/V90) / CFexpress Typ A |
Die Praxisrelevanz von 5K Open Gate (FX5)
Das 3:2-Sensorformat der FX5 erlaubt die Aufzeichnung im sogenannten Open Gate. Das bedeutet, dass der gesamte Sensor ohne Beschneidung ausgelesen wird.
- Vorteil für Social-Media-Crops: Ihr könnt aus einer einzigen Aufnahme sowohl ein horizontales 16:9-Format für Cinema/YouTube als auch ein vertikales 9:16-Format für Social Media schneiden, ohne dass Bildinformationen an den wichtigen Stellen verloren gehen.
- Anamorphe Linsen: Wenn ihr mit anamorphen Objektiven dreht, nutzt die FX5 die volle Sensorfläche. Sie bietet ein internes Desqueeze-Monitoring, sodass ihr das entzerrte Bild direkt auf dem Monitor beurteilen könnt.
Internes X-OCN RAW vs. Externe RAW-Rekorder
Bei der FX3 und FX6 müsst ihr einen externen Monitor-Rekorder (wie den Atomos Ninja oder Shogun) aufbauen und verkabeln, wenn ihr 16-Bit RAW aufzeichnen wollt. Das macht das Rig schwerer und erhöht die Störanfälligkeit durch zusätzliche Kabel.
Die FX5 zeichnet 16-Bit X-OCN RAW intern auf CFexpress-Typ-A-Karten auf. Das verkürzt eure Rüstzeiten am Set und hält das Setup extrem kompakt. Bedenkt jedoch, dass die Datenrate von X-OCN RAW speicherintensiv ist und Karten mit VPG400-Zertifizierung zwingend voraussetzt.
Gehäuse, Handling & Audio – Kompaktheit trifft auf professionelle Kontrolle
Die Ergonomie bestimmt, wie schnell ihr am Set reagieren könnt. Alle drei Kameras verfolgen hier leicht unterschiedliche Philosophie-Ansätze.
| Modell | Bedienung & Menü | Display & Sucher | Audio-Standard |
| Sony FX3 | Alpha Touch-Menü | Klapp-/Schwenk-Display (Kein EVF) | 24-Bit Audio (XLR-Griff) |
| Sony FX5 | Cine EI / Big Menu System | Modularer OLED-Sucher + Display | 32-Bit-Float (XLR-H2) |
| Sony FX6 | Cine EI / Big Menu System | 3.5″ Monitor mit Lupe (Kein EVF) | 24-Bit Audio (XLR-Eingänge) |
- FX3: Verwendet das aus der Alpha-Serie bekannte Touch-Menü. Es ist intuitiv für Umsteiger von spiegellosen Kameras, erfordert aber bei tieferen Einstellungsebenen gelegentlich Suchen.
- FX5 & FX6: Setzen auf das reine Cine EI / Big Menu System. Einstellungen zu Verschlusswinkel (Shutter Angle in Grad statt Sekunden), Base-ISO, LUTs und Bildraten sind direkt auf der ersten Menüseite übersichtlich gebündelt. Das beschleunigt die Bedienung im professionellen Filmkontext erheblich.
Sucher und Display-Konzepte
- FX3: Bietet ein klapp- und schwenkbares Touch-Display, aber keinen integrierten elektronischen Sucher (EVF). Bei starker Sonneneinstrahlung müsst ihr mit einer Lupe oder externen Monitoren arbeiten.
- FX6: Verfügt über einen schwenkbaren 3,5-Zoll-Monitor mit aufsteckbarer Lupe.
- FX5: Bietet ein modulares System mit einem hochauflösenden OLED-Sucher, der bei Bedarf direkt am Gehäuse angebracht oder abgenommen werden kann. Das erleichtert das Arbeiten bei hellem Tageslicht ohne zusätzliches Zubehör.
Audioaufzeichnung: 32-Bit-Float bei der FX5
Die FX3 und FX6 zeichnen den Ton mit 24 Bit auf. Hier müsst ihr die Pegel vor der Aufnahme sorgfältig einstellen, um Übersteuerungen oder zu starkes Rauschen zu vermeiden.
Die FX5 unterstützt in Kombination mit dem XLR-H2-Griff die 32-Bit-Float-Audioaufzeichnung. Für eure Praxis bedeutet das: Selbst wenn ein Protagonist plötzlich schreit oder sehr leise flüstert, könnt ihr den Pegel in der Postproduktion ohne Qualitätsverlust oder Übersteuerung anpassen. Ein manuelles Nachpegeln am Set wird in dynamischen Situationen nahezu überflüssig.
Die Sony FX5 wurde für anspruchsvolle Filmschaffende entwickelt und ermöglicht kompromisslose, kinoreife Aufnahmen. Mit 5K Open Gate, interner RAW-Aufzeichnung und einem Dynamikumfang von 15 Blendenstufen verbindet sie kompakte Bauweise mit professioneller Leistung. Dank optionalem elektronischen Sucher, dediziertem Timecode und 32-Bit-Float-Audio eignet sie sich ideal für moderne Produktionsumgebungen. Im Set inkl. Sony XLR-H2 Griff. Produktbilder zeigen optionales Zubehör und Anwendungsbeispiele.
- Bajonettanschluss: Sony E
- Spotbelichtung
- LiveView
- 4K Video
- Li-Ion Akku NP-SA100
Schnittstellen & Integration – SDI, HDMI und Rigging im Team-Setup
Sobald ihr in größeren Teams oder im Broadcast-Umfeld arbeitet, entscheiden die physischen Anschlüsse über die Nutzbarkeit der Kamera.
| Modell | Video-Ausgang | Synchronisation | Audio-Schnittstellen |
| Sony FX3 | Full-Size HDMI (Typ A) | Multi/Micro USB Adapter | 3,5 mm Klinke & XLR via Top-Handle |
| Sony FX5 | Full-Size HDMI (Typ A) | BNC Timecode In/Out | 3,5 mm Klinke & XLR via Top-Handle |
| Sony FX6 | 12G-SDI & Full-Size HDMI | BNC Timecode & Genlock | XLR direkt am Gehäuse / Griff |
Wann SDI unersetzlich ist (FX6)
Die Sony FX6 verfügt über einen 12G-SDI-Ausgang. SDI-Kabel sind verriegelbar und halten auch bei Längen von über 10 Metern ein stabiles Signal aufrecht. In folgenden Setups bleibt die FX6 daher die erste Wahl:
- Live-Broadcast & Übertragungswagen: Wo SDI-Infrastruktur vorgeschrieben ist.
- Regie-Monitoring am Set: Bei langen Kabelwegen zum Regiemonitor.
- Multi-Kamera-Produktionen mit Genlock: Für die frame-genaue Synchronisation mehrerer Kameras.
Die Anschlüsse von FX3 und FX5
Sowohl die FX3 als auch die FX5 setzen primär auf einen Full-Size HDMI-Anschluss (Typ A). HDMI-Verbindungen sind für kurze Wege zu On-Camera-Monitoren oder drahtlosen Video-Funkstrecken (wie Teradek oder Hollyland) völlig ausreichend.
Die FX5 verfügt zusätzlich über dedizierte BNC-Timecode-Anschlüsse, was das Synchronisieren von Bild und Ton im Multicam-Setup gegenüber der FX3 deutlich vereinfacht, da kein spezieller Multi-USB-Adapter benötigt wird.
Welche Kamera passt zu eurem Anforderungsprofil?
Um euch die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die drei Modelle konkreten Anwendungsfällen zugeordnet:
Entscheidet euch für die Sony FX3, wenn:
- ihr vor allem als Solo-Videografen auf Events, Hochzeiten oder für Social-Media-Content unterwegs seid.
- die Kamera einen Großteil der Zeit auf einem leichten Einhand-Gimbal verbringt.
- ihr ein möglichst kompaktes, leichtes und unauffälliges Setup bevorzugt
- das Budget eine Rolle spielt und ihr bereits ein bestehendes Sony-Alpha-Equipment nutzt.
Entscheidet euch für die Sony FX5, wenn:
- ihr hochwertige Commercials, Musikvideos oder szenische Kurzfilme produziert.
- ihr den Look von anamorphotischen Linsen nutzen wollt und die Flexibilität von 5K Open Gate schätzt.
- ihr internes 16-Bit RAW aufzeichnen möchtet, ohne ein schweres externes Monitor-Rig aufzubauen.
- ihr durch 32-Bit-Float-Audio maximale Ausfallsicherheit beim Ton benötigt.
Entscheidet euch für die Sony FX6, wenn:
- ihr regelmäßig für TV-Broadcaster, Industrie-Kunden oder Verleiher arbeitet, die SDI-Outputs verlangen.
- ihr feste Multi-Kamera-Setups mit Genlock und Timecode über BNC fahrt.
- ihr das klassische Box-Formformat mit ergonomischem Seitenhandgriff für lange Dokudrehs aus der Hand bevorzugt.
Die wichtigsten technischen Spezifikationen im Überblick
In der folgenden Tabelle haben wir die zentralen Leistungsdaten der drei Modelle noch einmal direkt gegenübergestellt:
| Eigenschaften | Sony FX3 | Sony FX5 | Sony FX6 |
| Sensortyp | Vollformat BSI-CMOS | Vollformat Stacked-CMOS | Vollformat BSI-CMOS |
| Effektive Auflösung | 10,2 Megapixel | 16,6 Megapixel | 10,3 Megapixel |
| ISO-System | Dual Native ISO (800 / 12.800) | Triple Base ISO (800 / 4.000 / 12.800) | Dual Native ISO (800 / 12.800) |
| Max. Sensor-Auslesung | 4.2K (16:9) | 5K Open Gate (3:2) | 4.2K (16:9) |
| Interner Codec | XAVC S / S-I (4K 10-Bit 4:2:2) | XAVC S / S-I & 16-Bit X-OCN RAW | XAVC S / S-I & XAVC-I (10-Bit 4:2:2) |
| RAW-Ausgabe | Extern via HDMI | Intern (X-OCN) & Extern via HDMI | Extern via 12G-SDI |
| Anamorphic Mode | Nein (nur Monitoring) | Ja (3:2 Sensor-Readout & Desqueeze) | Nein (eingeschränkt) |
| Audio-Aufnahme | 24-Bit (Top-Handle XLR) | 32-Bit Float (XLR-H2) / 24-Bit | 24-Bit (Top-Handle XLR / BNC) |
| Sucher / EVF | Keiner | Modulares OLED-Suchersystem | Monitor mit aufsteckbarer Lupe |
| Video-Schnittstellen | Full-Size HDMI (Typ A) | Full-Size HDMI (Typ A) | 12G-SDI & Full-Size HDMI |
| Timecode / Genlock | TC via USB-Adapter | TC In/Out via BNC | TC In/Out & Genlock via BNC |
| Speichermedien | SD (V60/V90) / CFexpress Typ A | CFexpress Typ A (VPG400) | SD (V60/V90) / CFexpress Typ A |
| Bedienoberfläche | Alpha Touch-Menü | Cine EI / Big Menu System | Cine EI / Big Menu System |
Unser Fazit
Sonys Cinema Line bietet für nahezu jedes Anforderungsprofil das passende Werkzeug. Die FX5 ersetzt weder die FX3 noch die FX6, sondern ergänzt das Portfolio um cineastische Workflows wie internes RAW, Stacked-Sensorik und Open-Gate-Aufzeichnung im kompakten Format.
- Für schnelle, mobile Einsätze bleibt die FX3 das unkomplizierteste Werkzeug.
- Für szenische Produktionen mit hohem Grading-Anspruch bietet die FX5 das stärkste Gesamtpaket.
- Für Broadcast und komplexe Team-Setups bleibt die FX6 aufgrund ihrer Schnittstellen der Industriestandard.
Prüft vor dem Kauf eure tatsächlichen Produktionsbedingungen: Welche Schnittstellen verlangen eure Kunden, wie sieht euer Postproduktions-Workflow aus und wie viel Gewicht möchtet ihr täglich bewegen?
Eine wohlüberlegte Entscheidung spart euch am Set Zeit und im Nachgang unnötige Zusatzinvestitionen in Zubehör.
FAQ – Die häufigsten Fragen zu FX3, FX5 und FX6
Benötigt man für das interne X-OCN RAW der FX5 zwingend spezielle Speicherkarten?
Ja. Um das hohe Datenaufkommen von 16-Bit X-OCN RAW intern aufzuzeichnen, verlangt die FX5 zwingend CFexpress-Typ-A-Karten mit einer VPG400-Zertifizierung (Guaranteed Minimum Write Speed von 400 MB/s). Standard-SD-Karten oder langsamere CFexpress-Medien reichen für RAW-Codecs nicht aus, können aber für komprimierte XAVC-Formate genutzt werden.
Lohnt sich ein Wechsel von der FX3 auf die FX5?
Ein Upgrade ist vor allem dann sinnvoll, wenn ihr regelmäßig für Kunden produziert, die RAW-Material verlangen, oder wenn ihr stark im Bereich Anamorphic und Social-Media-Framing (5K Open Gate) arbeitet. Auch die 32-Bit-Float-Audioaufnahme und der stark reduzierte Rolling Shutter des Stacked-Sensors sind echte Argumente. Wer hingegen primär Events, Hochzeiten oder schnelle Social-Media-Videos im S-Cinetone-Look dreht, ist mit der FX3 nach wie vor hervorragend aufgestellt.
Warum besitzt die FX5 keinen 12G-SDI-Ausgang wie die FX6?
Sony positioniert die FX5 primär für Cine- und Commercial-Workflows mit kompakten Rigs. Um das Gehäuse schlank zu halten und den modularen Ansatz zu unterstützen, setzt die FX5 auf einen Full-Size HDMI-Ausgang sowie dedizierte BNC-Timecode-Anschlüsse. Wenn eure Produktion eine verriegelbare SDI-Infrastruktur für Live-Übertragungen oder Genlock für Multi-Cam-Setups erfordert, bleibt die FX6 die gezielte Wahl.
Wie unterscheidet sich die Handhabung des Autofokus zwischen den drei Modellen?
Alle drei Kameras bieten Sonys bewährten Fast-Hybrid-Autofokus mit Echtzeit-Augenerkennung und Tracking. Durch den extrem schnellen Stacked-CMOS-Sensor der FX5 arbeitet das Tracking bei schnellen Motiven oder hohen Frameraten noch einen Tick präziser. Die grundsätzlichen Einstellmöglichkeiten (AF-Geschwindigkeit und Empfindlichkeit) sind jedoch bei allen drei Modellen im Menü identisch konfigurierbar.
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