Hasselblad X2D II 100C im Test – Das mächtige Duo mit XCD 2,8-4/35-100E
Wenn Hasselblad eine neue Kamera vorstellt, dann horcht die Fotowelt auf. Mit der Hasselblad X2D II 100C und dem neuen XCD 2,8-4/35-100E Zoomobjektiv bringt die schwedische Traditionsmarke ein perfekt abgestimmtes Duo auf den Markt. Zwar denkt es die Bildqualität, Technik und Design nicht neu, verbessert diese jedoch deutlich. Und sichert sich damit erneut die Spitzenplätze bei den Mittelformatkameras.
Doch was unterscheidet die Kamera vom Vorgänger, wie schlägt sie sich gegen die Konkurrenz – und für wen lohnt sich die Investition? Das verraten wir euch in diesem Blogbeitrag.
Preis und Verfügbarkeit: Die Hasselblad X2D II 100C (7.200,00 €) ist ab sofort verfügbar (greift schnell zu, der Vorrat ist begrenzt!). Das XCD 2,8-4/35-100E (4.800,00 €) könnt ihr ab dem 26.08.2025 im Foto Erhardt Onlineshop vorbestellen!

Technische Daten der X2D II 100C
- Sensor: 100 MP BSI CMOS, 16-Bit Farbtiefe, 15,3 EV Dynamikumfang
- Autofokus: Hybrid-AF mit 425 PDAF-Feldern, AF-S/AF-C, LiDAR-Unterstützung, AF-Illuminator
- Bildstabilisierung: 5-Achsen-IBIS, bis zu 10 EV (CIPA)
- Verschlusszeiten: bis 1/4000 s (mit Leaf-Shutter), Blitzsynchronisation bis 1/4000 s
- Display: 3,6″ OLED-Touchscreen mit 1400 Nits, zusätzlich 1,08″ Top-Display
- Sucher: 5,76 MP OLED EVF
- Speicher: 1 TB interne SSD + CFexpress Typ B Slot
- Serienbildgeschwindigkeit: ca. 3 Bilder/s
- Anschlüsse & Konnektivität: USB-C 3.1, Wi-Fi, Bluetooth, Phocus Mobile 2 Unterstützung
- Abmessungen & Gewicht: ca. 7,5 % leichter als Vorgänger, verbessertes ergonomisches Design
Inhalt
- 1 Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber Hasselblad X2D 100C
- 2 Vergleich der X2D II 100C mit anderen Mittelformatkameras
- 3 Warum Hasselblad X2D II 100C kaufen?
- 4 An wen richtet sich die Hasselblad X2D II 100C?
- 5 Das neue Objektiv – Hasselblad XCD 2,8-4/35-100E
- 6 Unser Fazit – Ein mächtiges Werkzeug für Foto-Profis
- 7 Die häufigsten Fragen zur Hasselblad X2D II 100C und dem XCD 2,8-4/35-100E
- 7.1 Was sind die wichtigsten Verbesserungen der X2D II 100C im Vergleich zur X2D 100C?
- 7.2 Worin besteht der Unterschied zwischen HNCS HDR und herkömmlichem HDR?
- 7.3 Welche Dateiformate sind mit HNCS HDR kompatibel?
- 7.4 Wie aktiviere oder deaktiviere ich HDR an der Kamera?
- 7.5 Welche Geräte und Software können HNCS HDR anzeigen?
- 7.6 Können HNCS HDR-Fotos in der Nachbearbeitung bearbeitet werden?
- 7.7 Warum werden HDR-Effekte eines HDR-JPG beim Teilen auf Apple-Geräte manchmal nicht korrekt angezeigt?
- 7.8 In welchen Situationen ist die HDR-Funktion nicht verfügbar?
- 7.9 Welche Objektive sind mit AF-C (kontinuierlichem Autofokus) kompatibel?
- 7.10 Gibt es eine Objektverfolgung?
- 7.11 Wie wähle ich für verschiedene Szenarien den passenden Fokusfeld-Modus?
- 7.12 Warum vibriert das Objektiv bei AF-C leicht?
- 7.13 Wie ist die 10-Stufen-Stabilisierung zu verstehen?
- 7.14 Wie nutze ich die 10-Stufen-Stabilisierung am effizientesten?
- 7.15 Warum sind Fotos mit Stativ manchmal weniger scharf?
- 7.16 Wann sollte ich den Stabilisierungsmodus auf „Bewegung“ stellen?
- 7.17 Warum ist die Stabilisierung bei Nahaufnahmen weniger wirksam?
- 7.18 Funktioniert die Stabilisierung der X2D II 100C auch mit adaptierten Objektiven?
- 7.19 Wie macht Phocus Mobile 2 den Fotoworkflow mobiler?
- 7.20 Unterstützt Phocus Mobile 2 die HDR-Anzeige und -Bearbeitung?
- 7.21 Wie verbindet sich Phocus Mobile 2 mit mehreren Geräten desselben Modells?
- 7.22 Welche Geräte werden von Phocus Mobile 2 unterstützt?
- 7.23 Unterstützt Phocus Mobile 2 den Export von HDR-Bildern?
- 7.24 Wie stelle ich die Belichtungskorrektur ein, wenn die Belichtung auf „Manuell“ steht und ISO nicht auf „Auto“?
- 7.25 Welche Blitz-/Funkauslöser-Modelle werden unterstützt?
- 7.26 Welche CFexpress-Karten Typ B werden unterstützt?
- 7.27 Was bewirkt die adaptive Bildrate für die Live-View in den Anzeigeeinstellungen?
- 7.28 Was macht die Sensor-Kalibrierung und wann sollte ich sie durchführen?
Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber Hasselblad X2D 100C

Die X2D II 100C ist nicht nur ein sanftes Upgrade mit marginalen Verbesserungen, sondern eine in fast allen Belangen spürbare Weiterentwicklung der bereits mächtigen X2D 100C.
Besonders deutlich wird das beim Autofokus: Zum ersten Mal kommen wir in den Genuss des kontinuierlichen AF (AF-C), der mit 425 Phasendetektionsfeldern, LiDAR-Unterstützung und AF-Illuminator selbst in schwierigen Situationen und ungünstigen Lichtbedingungen zuverlässig arbeitet.

Auch der 100-Megapixel-Sensor wurde verfeinert: Mit 16-Bit Farbtiefe und 15,3 Blendenstufen Dynamikumfang sorgt dieser für feinste Tonabstufungen. Das neue HNCS HDR hebt Farben und Kontraste noch stärker hervor und zeigt mehr Details in Lichtern und Schatten.
Dank 5-Achsen-IBIS mit 10 Belichtungsstufen werden selbst längere Belichtungen freihändig möglich.
Hinzu kommt ein helleres OLED-Display (1400 Nits), ein optimierter elektronischer Sucher und ein leichteres, ergonomischeres Gehäuse, das sich extrem wertig und angenehm in der Hand anfühlt.

Für den verbesserten Workflow steht nun zusätzlich zu der 1 TB SSD ein CFexpress-Slot bereit.
- Autofokus (AF-C + LiDAR):
Zum ersten Mal verfügt eine Hasselblad über einen kontinuierlichen Autofokus (AF-C). In Verbindung mit 425 PDAF-Feldern, LiDAR-Unterstützung und einem neuen AF-Illuminator können bewegte Motive zuverlässig verfolgt werden – sei es eine Person im Porträt-Shooting, ein Auto oder sogar ein Tier. In der Praxis bedeutet das: deutlich höhere Trefferquote bei dynamischen Szenen, wo der Vorgänger X2D 100C mit seinem AF-S schnell an Grenzen stieß.
Vergleich: Fujifilm GFX 100S II bietet ebenfalls einen schnellen Hybrid-AF, während Phase One hier klar schwächer ist (nur Kontrast-AF). - 100-Megapixel-Sensor mit 16-Bit Farbtiefe & 15,3 EV Dynamikumfang:
Die Feinabstufungen zwischen Lichtern und Schatten sind spürbar besser. Das neue HNCS HDR verhindert Überbelichtung und bringt mehr Zeichnung in helle Bereiche – wichtig für Landschafts- und Architekturfotografen, die oft mit starkem Kontrast arbeiten. Auch Portraitfotografen profitieren: Die Hauttöne werden deutlich nuancierter wiedergegeben
Außerdem wurde der Farbraum des neuen Modells von sRGB auf P3 Farbraum erweitert. .
Vergleich: Fujifilm bietet ebenfalls 102 MP, setzt aber stärker auf Geschwindigkeit und Video. Hasselblad hebt sich mit konsistenterer Farbdarstellung und HDR-Workflow hervor. - 5-Achsen-IBIS mit 10 Belichtungsstufen:
Lange Belichtungen aus der Hand – etwa 1/2 Sekunde bei Nacht oder fließendes Wasser ohne Stativ – sind jetzt problemlos machbar. Für Reisefotografen reduziert das das Gewicht im Rucksack, denn nun könnt ihr auf ein Stativ verzichten.
Vergleich: Fujifilm GFX 100S II bietet ca. 8 Stufen IBIS, Hasselblad geht mit 10 Stufen einen Schritt weiter. - Helleres 3,6″ OLED-Display (1400 Nits) und optimierter Sucher:
In der Praxis lässt sich ein HDR-Bild sofort realistisch beurteilen, auch bei Sonnenlicht draußen. Der Vorgänger wirkte im Vergleich dunkler, wodurch HDR-Aufnahmen auf dem Display oft nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten.
Vergleich: Fujifilm und Leica Q3 bieten helle OLEDs, aber Hasselblad kombiniert die Darstellung mit echter HDR-Vorschau – ein Alleinstellungsmerkmal im Mittelformat. Im Vergleich zum Vorgängermodell. - 1 TB interne SSD + CFexpress Slot:
Wer im Studio arbeitet oder Serien in voller Auflösung aufnimmt, kennt das Problem großer Datenmengen. Die Kombination aus schneller SSD und erweiterbarem Speicher macht die Kamera sowohl für schnelle Shootings als auch für mobile Workflows praktikabel.
Vergleich: Fujifilm GFX-Modelle setzen auf SD/CFexpress ohne internen Speicher, Phase One arbeitet modular mit externen Speichermedien. Hasselblad bietet hier eine Mischung aus Komfort und Geschwindigkeit. - Ergonomischeres, leichteres Gehäuse:
Etwa 7,5 % weniger Gewicht und ein neu designter Griff machen die Kamera deutlich angenehmer bei längeren Shootings. Für Fine-Art- oder Outdoor-Fotografen ist das ein echter Zugewinn, da Mittelformatkameras traditionell eher schwer sind.
Unterschiede zur X2D 100C auf einen Blick
| Eigenschaft | Hasselblad X2D 100C | Hasselblad X2D II 100C |
| Autofokus | AF-S mit PDAF | AF-S + AF-C, 425 PDAF-Zonen, LiDAR, AF-Illuminator |
| Stabilisierung | 5-Achsen, bis 7 EV | 5-Achsen, bis 10 EV |
| Sensor & HDR | 100 MP, 16-Bit, 15 EV, kein HDR | 100 MP, 16-Bit, 15,3 EV, HNCS HDR (+4 EV) |
| Display | 3,6″ OLED, 800 Nits | 3,6″ OLED, 1400 Nits, HDR-fähig |
| Speicher | 1 TB SSD intern | 1 TB SSD + CFexpress Typ B Slot |
| Ergonomie | Schwerer, klassischer Griff | 7,5 % leichter, neuer Griff, Joystick, mehr Custom-Buttons |
| Workflow | RAW/JPEG-Workflow | HDR HEIF & Ultra HDR JPEG, erweiterte Phocus Mobile 2 Integration |
Die Hasselblad X2D II 100C ist für höchste Ansprüche konzipiert und überzeugt mit der Hasselblad Natural Colour Solution (HNCS HDR), die einen großen Dynamikumfang ermöglicht und Farben besonders realistisch und brillant wiedergibt. Produktbilder zeigen optionales Zubehör und Anwendungsbeispiele.
- Bajonettanschluss: Hasselblad
- LiveView
- Li-Ion Akku
Vergleich der X2D II 100C mit anderen Mittelformatkameras
Keine Frage: Die Konkurrenz im Mittelformat ist stark – gerade Fujifilm mit der GFX-Serie mischt hier ordentlich auf.
Während Fujifilm jedoch eher Allrounder-Mittelformatkameras mit Video und hoher Serienbildrate anbietet, bleibt Hasselblad puristisch und seiner Linie treu: Bildqualität, Workflow und Design stehen bei der Marke ganz klar im Vordergrund.
Das bedeutet zum Beispiel auch, dass bei der X2D II 100C ebenso wie beim Vorgänger auf die Videoaufnahmefunktion verzichtet wurde. Die X2D II 100C ist Fotografie pur!
| Modell | Sensorauflösung | Autofokus | Bildstabilisierung | Besonderheiten | Preis (ca.) |
| Hasselblad X2D II 100C | 100 MP BSI CMOS | PDAF + LiDAR, AF-C | 5-Achsen, 10 EV | 1 TB SSD, HDR-Funktion, HNCS Farben | 7.200 € |
| Hasselblad X2D 100C | 100 MP BSI CMOS | PDAF, AF-S | 5-Achsen, 7 EV | Kein AF-C, kein HDR | 6.799 € |
| Fujifilm GFX 100S II | 102 MP BSI CMOS | Hybrid-AF, Eye-AF | 5-Achsen, ca. 8 EV | Video bis 8K, hohe Serienbildrate | 5.500–6.000 € |
| Phase One IQ4 150MP | 151 MP CMOS | Kontrast-AF | keine | Modularsystem, höchste Auflösung | >40.000 € |
Warum Hasselblad X2D II 100C kaufen?

Die Hasselblad X2D II 100C richtet sich ganz klar an Fotografinnen und Fotografen, die die maximale Qualität von ihrer Kamera erwarten und die höchsten Ansprüche an die Bildqualität stellen. Sie ist auch eine puristische Kamera und ist entsprechend fürs entschleunigte, bewusste Fotografieren gedacht.
Letztendlich sind es die herausragenden Features dieses Kameramodells, die für sich sprechen. Um euch diese noch einmal ins Gedächtnis zu rufen:
Der neue 100-MP-Sensor liefert feinste Details und Farbnuancen, was besonders bei großformatigen Drucken oder Fine-Art-Arbeiten relevant ist.
Der AF-C mit LiDAR macht die Kamera praxistauglich für dynamische Situationen, etwa Hochzeiten oder Reportagen.
Die Bildstabilisierung mit 10 Stufen eröffnet kreative Möglichkeiten – von Nachtaufnahmen bis zu Langzeitbelichtungen ohne Stativ.
Mit dem 1 TB SSD-Speicher und zusätzlichem CFexpress-Slot ist der Workflow nicht nur sicher, sondern auch schnell.
Zudem bringt das neue HNCS HDR Farben auf ein Niveau, das der Realität erstaunlich nahekommt.
All das ist im Grunde schon eine ganze Menge an herausragender Technik, die diese Kamera in ihrem stylischen, aus einem Stück Aluminium und mit höchster Präzision gefertigten Gehäuse für Profi-Fotografen bereithält.
An wen richtet sich die Hasselblad X2D II 100C?

Die X2D II 100C richtet sich ganz klar an Fotografinnen und Fotografen, die das Besondere suchen und das volle Potenzial des Mittelformats nutzen möchten. Selbstverständlich richtet sich diese Kamera aufgrund ihrer Ausstattung und ihres Preises an Profis oder zumindest erfahrene Anwender im Bereich Fotografie.
- Portrait & Studio: Exakte Farbwiedergabe, 1/4000 s Blitzsynchronisation.
- Landschaftsfotografie: Großer Dynamikumfang, HDR-Funktion.
- Reisefotografie & Reportage: Leichteres Gehäuse, IBIS, mobiler Workflow.
- Fine-Art-Fotografie: 16-Bit Farbtiefe, 100 MP für Drucke in höchster Qualität.
Weniger geeignet ist die Kamera für Sport, Action und Video. Serienbildrate und Videofunktionen (kein Video) sind bewusst eingeschränkt, um sich auf die Essenz der Fotografie zu konzentrieren.
Das neue Objektiv – Hasselblad XCD 2,8-4/35-100E

Das XCD 2,8-4/35-100E ist das perfekte Pendant zur X2D II. Es deckt einen Bereich von 28 bis 76 mm (Vollformat-äquivalent) ab und ist damit vielseitig einsetzbar – von Landschaften über Portraits bis hin zu Street-Fotografie.
Mit einer Lichtstärke von f/2,8 im Weitwinkel gelingen Aufnahmen auch bei schwachem Licht. Die optische Konstruktion mit 16 Elementen in 13 Gruppen (3 asphärisch, 5 ED) garantiert Schärfe bis in die Ecken. Der STM-Autofokus Motor arbeitet leise und schnell, besonders in Kombination mit dem neuen AF-C der X2D II.
Der integrierte Leaf-Shutter ermöglicht Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten bis 1/4000 s – ein riesiger Vorteil für Studio- und Outdoor-Shootings mit Blitz. Mit 894 g Gewicht bleibt das Objektiv zudem erstaunlich handlich.

Gerade in Verbindung mit der X2D II spielt es seine Stärken voll aus: Die schnelle Fokusnachführung harmoniert perfekt mit dem neuen AF-C-System und das kompakte Design ergänzt das leichtere Kameragehäuse optimal. Deshalb eignet es sich als vielseitiges Standardzoom für unterschiedlichste Situationen.
Natürlich ist das Objektiv auch mit anderen Hasselblad X Systemkameras kompatibel, wie der X2D 100C oder X1D II 50C. Dank der durchgängigen XCD-Bajonett-Kompatibilität können Fotografinnen und Fotografen es problemlos in vorhandene Setups integrieren und profitieren dennoch von den neuesten Technologien, wenn es an der X2D II eingesetzt wird.
Unser Tipp: Im Foto Erhardt Onlineshop findet ihr weitere passende Hasselblad Objektive.
| Allgemeine Objektivdaten | |
| Brennweite | 36–97 mm |
| Äquivalente Brennweite (24×36) | 28–76 mm |
| Blendenbereich | f/2,8–f/32 (f/4–f/32) |
| Blickwinkel (diag/hor/vert) | 76°/64°/50° (31°/25°/19°) |
| Länge/Durchmesser | 138 (178)/90 mm |
| Länge (vom Kameraobjektivanschluss) | 133 (173) mm |
| Gewicht (ohne Objektivkappe u. Streulichtblende) | 894 g |
| Filterdurchmesser | 86 mm |
| Daten zum Fokussierbereich | |
| Mindestabstand zum Motiv | 0,4 (0,5) m |
| Max. Seitenverhältnis | 1:8,0 (1:4,0) |
| Entsprechender Erfassungsbereich | 35×26 (18×13) cm |
| Entsprechende Belichtungsreduzierung | 0 (0) f-Blendenstufen |
Das XCD 2,8–4/35–100E ist ein flexibles Standardzoom-Objektiv, das einen reibungslosen Übergang vom Weitwinkel- bis hin zum mittleren Telebereich ermöglicht.
- Bajonettanschluss: Hasselblad
- Lichtstärke: f2,8-4,0
- Zoomobjektiv
- Filtergewinde: 86 mm
Unser Fazit – Ein mächtiges Werkzeug für Foto-Profis
Die Hasselblad X2D II 100C zeigt in vielen Punkten eine konsequente Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgänger: verbesserte Stabilisierung, ein praxistauglicherer Autofokus, HDR-Funktionen und ein optimierter Workflow. Wenn ihr höchste Ansprüche an Bildqualität habt und bereit seid, auf Video oder schnelle Serienbilder zu verzichten, könnte sie für euch die richtige Wahl sein. Empfehlen würde wir die Kamera – wie auch die übrigen Hasselblad Kameras – nur Profis oder denjenigen von euch, die eine solche Bildqualität tatsächlich – meist im beruflichen Kontext – benötigen.
In Kombination mit dem neuen XCD 2,8-4/35-100E erhaltet ihr ein flexibles Standardzoom-Set, das sich besonders für Portrait-, Studio- und Fine-Art-Fotografie eignet. Für Sport- oder Action-Aufnahmen ist das System dagegen weniger passend. Überlegt euch also, ob euer Schwerpunkt eher bei maximaler Bildqualität oder bei Vielseitigkeit liegt.
Die häufigsten Fragen zur Hasselblad X2D II 100C und dem XCD 2,8-4/35-100E
Hier findet ihr die wichtigsten Fragen und Antworten zur X2D II 100C und XCD 35-100 mm Objektiv.
Was sind die wichtigsten Verbesserungen der X2D II 100C im Vergleich zur X2D 100C?
Die X2D II 100C, die 100-Megapixel-HDR-Spiegellose, bietet im Vergleich zur X2D 100C eine deutlich verbesserte HDR-Leistung, eine optimierte Bedienoberfläche und eine schnellere Bildverarbeitung.
Worin besteht der Unterschied zwischen HNCS HDR und herkömmlichem HDR?
Traditionelle HDR-Lösungen konzentrieren sich ausschließlich auf die dynamische Optimierung, indem sie Schatten aufhellen und Lichter komprimieren, um Details zu erhalten. Diese Herangehensweise reduziert jedoch den Kontrast, wodurch Bilder flach erscheinen und wesentliche Tonqualitäten verloren gehen.
Um das volle Potenzial von HDR zu offenbaren, erweitert Hasselblad den Farbraum von sRGB auf den breiteren P3-Farbraum. Das neue Bildgebungssystem verfügt außerdem über eine Spitzenhelligkeit von 1400 Nit – eine Steigerung von 75 % gegenüber früheren Modellen. Diese Fortschritte schöpfen die vollständigen Bildgebungsfähigkeiten des Mittelformatsensors aus und machen feine Details in Lichtern sichtbar, die sonst verloren gehen würden.
Welche Dateiformate sind mit HNCS HDR kompatibel?
RAW-, HEIF- und JPG-Formate werden unterstützt.
Wie aktiviere oder deaktiviere ich HDR an der Kamera?
HDR lässt sich im Kameramenü unter „Qualitätseinstellungen“ ein- bzw. ausschalten.
Welche Geräte und Software können HNCS HDR anzeigen?
HDR JPG kann HDR-Effekte in Phocus, in der Vorschau-App auf MacBook Pro (ab 2021, kompatibel mit macOS 15.0 oder neuer) und in Drittanbieter-Software wie Adobe Lightroom (Classic ab Version 13.0, mobile App ab Version 9.0) und Adobe Camera Raw (ab Version 15.1) anzeigen.
Für eine optimale HDR-Anzeige in Phocus empfehlen wir:
iPhone 13 Pro und neuere Modelle (mit mindestens 6 GB RAM), iPad Pro 13-Zoll (M4), iPad Pro 12,9-Zoll (5. Generation und neuer) und iPad Pro 11-Zoll (M4), die iOS 18 oder neuere Version ausführen und bei denen der Stromsparmodus deaktiviert ist
MacBook Pro mit Liquid Retina XDR-Display (Modelle ab 2021, die macOS 15.0 oder neuere Version ausführen).
Die HDR-Anzeigequalität kann beeinträchtigt sein, wenn sich Geräte im Stromsparmodus befinden, bei erhöhten Temperaturen oder wenn die Bildschirmhelligkeit übermäßig ist.
HDR HEIF unterstützt die HDR-Anzeige nur auf X2D II 100C und in Phocus. Die iPhone/iPad Fotos-App und Drittanbieter-Software wie Adobe Photoshop/Adobe Camera Raw unterstützen die HDR HEIF-Hervorhebungsanzeige nicht.
Können HNCS HDR-Fotos in der Nachbearbeitung bearbeitet werden?
HNCS HDR-Fotos (JPG/HEIF/RAW) können alle mit HDR-Effekten in Phocus angesehen und bearbeitet werden. HNCS HDR-Fotos im JPG/RAW-Format können auch in Adobe Lightroom (Classic ab Version 13.0, mobile App ab Version 9.0) bearbeitet werden. Für die Unterstützung weiterer Software konsultieren Sie bitte die aktuellen offiziellen Dokumentationen der jeweiligen Drittanbieter.
Warum werden HDR-Effekte eines HDR-JPG beim Teilen auf Apple-Geräte manchmal nicht korrekt angezeigt?
Aufgrund der Systemarchitektur von Apple variiert die Unterstützung von HDR-JPG auf iOS und iPadOS je nach Übertragungsweg. Selbst auf HDR-fähigen Geräten mit iOS 18 oder neuer kann ein importiertes HDR-JPG je nach Importmethode unterschiedlich dargestellt werden.
Für die bestmögliche HDR-Darstellung empfehlen wir die Anzeige über „Vorschau“ auf einem MacBook Pro (Modelle ab 2021 mit macOS 15.0 oder neuer).
Folgende Wege können HDR-Effekte unter Umständen nicht korrekt darstellen:
1. Anzeige in der Fotos-App auf iPhone/iPad: Einige Modelle zeigen HDR direkt, andere erst nach Tippen auf „Bearbeiten“; bei manchen Fotos kann es zu Ausbleichungen in Spitzlichtern kommen.
2. Anzeige in der Fotos-App auf dem MacBook Pro: HDR wird angezeigt, jedoch können bei manchen Bildern Spitzlichter ausbleichen.
3. Direkte Anzeige in der Dateien-App auf iPhone/iPad oder nach dem Speichern in die Fotos-App: keine HDR-Unterstützung.
In welchen Situationen ist die HDR-Funktion nicht verfügbar?
HDR wird in folgenden Situationen nicht unterstützt:
1. Aufnahme im Fokus-Bracketing
2. Aufnahme im Serienbildmodus
3. Aufnahme im Belichtungsreihen-Modus
4. Belichtungsmodus „Manuell (M)“
5. Bei Verbindung mit einem Nikon-kompatiblen Blitz
6. Wenn als Bildformat ausschließlich „RAW“ gewählt ist
• In diesen Aufnahmemodi können RAW-Dateien in Phocus weiterhin mit HDR-Effekten verarbeitet und als Ultra-HDR-JPG exportiert werden. Bei aktiviertem HDR ist die Messmethode auf Smart Metering fixiert.
Welche Objektive sind mit AF-C (kontinuierlichem Autofokus) kompatibel?
Kompatibel mit XCD 2,8–4/35–100E, XCD 2,5/38V, XCD 2,5/55V, XCD 2,5/25V, XCD 2,5/90V, XCD 4/28P, XCD 3,4/75P und weiteren Objektiven (Objektive müssen auf die neueste Firmware aktualisiert sein); nicht verfügbar mit elektronischem Verschluss.
Gibt es eine Objektverfolgung?
Ja. Aktivieren Sie in AF-C die Motiv-Erkennung, um Menschen, Fahrzeuge, Katzen und Hunde zu verfolgen.
Wie wähle ich für verschiedene Szenarien den passenden Fokusfeld-Modus?
1. Bei kleinen Motiven, komplexem Vorder-/Hintergrund oder wenn eine präzise Auswahl zwischen mehreren erkannten Motiven nötig ist, „Spot“ oder „Spot erweitern“ verwenden.
2. Für Serienaufnahmen, bei denen sich das Motiv innerhalb des Vordergrundbereichs bewegt und die Bildkomposition variiert, „Weit“ oder „Benutzerdefiniert“ nutzen.
Warum vibriert das Objektiv bei AF-C leicht?
Während des kontinuierlichen Autofokus justiert das Objektiv die Schärfe permanent minimal um den Fokuspunkt herum. Dies beeinträchtigt die Schärfe des aufgenommenen Bildes nicht.
Wie ist die 10-Stufen-Stabilisierung zu verstehen?
Wenn die sichere Verschlusszeit (für scharfe Fotos) ohne Stabilisierung 1/500 s beträgt, ergibt sich bei gleicher Blende und ISO mit aktivierter Stabilisierung:
– 1 Stufe Kompensation entspricht 1/250 s sichere Verschlusszeit*
– Nach dieser Logik ergeben 10 Stufen eine sichere Verschlusszeit von etwa 2 Sekunden.
• Diese Werte dienen nur als Referenz. Die sichere Verschlusszeit wird u. a. von Brennweite, eigener Ruhe und weiteren Faktoren beeinflusst.
Wie nutze ich die 10-Stufen-Stabilisierung am effizientesten?
1. Jedes Mal, wenn die X2D II 100C mit Phocus Mobile 2 verbunden wird, erhält sie aktuelle Längen-/Breitengrad-Daten. Durch die Nutzung von Standort- und Kompassinformationen können Effekte der Erdrotation auf die Stabilisierung kompensiert werden. Wir empfehlen, vor der Aufnahme eine Verbindung zu Phocus Mobile 2 herzustellen, damit das System aktuelle Geodaten erhält (gültig für 4 Stunden). Bei deutlicher Standortänderung neue Positionsdaten abrufen.
2. Die Verbesserungen der Stabilisierung haben Grenzen; die Kamera muss weiterhin ruhig gehalten werden.
3. Nach längerer Nutzung die Kamera für eine Weile auf eine stabile Oberfläche legen, um die Stabilisierung zu regenerieren.
Warum sind Fotos mit Stativ manchmal weniger scharf?
Bei Langzeitbelichtungen auf dem Stativ können die Bewegungssensoren des Stabilisierungs¬systems fehlerhafte Daten erfassen, was zu einer falschen Kompensation führt.
Wenn die Stabilisierung aktiviert ist, erkennt das System die Stativnutzung automatisch, diese Erkennung kann jedoch durch Umgebungsvibrationen beeinträchtigt werden. Wir empfehlen, die Stabilisierung bei Stativeinsatz zu deaktivieren.
Wann sollte ich den Stabilisierungsmodus auf „Bewegung“ stellen?
Beim Verfolgen bewegter Motive auf den Modus „Sport“ wechseln, um bessere Stabilisierungsergebnisse zu erzielen.
Warum ist die Stabilisierung bei Nahaufnahmen weniger wirksam?
In der Nahfotografie wirken sich seitliche Bewegungen stark auf die Stabilisierung aus. In solchen Fällen empfehlen wir kürzere Verschlusszeiten, eine höhere ISO und die Hasselblad Natural Noise Reduction (HNNR)* in Phocus anzuwenden.
• Nur für RAW-Bilder verfügbar.
Funktioniert die Stabilisierung der X2D II 100C auch mit adaptierten Objektiven?
Da die Stabilisierung sich im Gehäuse befindet, funktioniert diese auch mit adaptierten Objektiven. Die Brennweite muss jedoch im Kameramenü manuell eingetragen werden. Unterstützt werden Brennweiten bis 499 mm.
Bei Objektiven länger als 499 mm kann die Brennweite manuell auf 499 mm gesetzt werden, um zumindest einen Teil der Stabilisierungswirkung zu erhalten.
Wie macht Phocus Mobile 2 den Fotoworkflow mobiler?
Mit Phocus Mobile 2 lassen sich frisch aufgenommene Bilder bequem exportieren, filtern, durchsuchen und bearbeiten. Zudem sind ferngesteuerte Kamerabedienung und Parameteranpassungen möglich.
Die X2D II 100C bietet in Verbindung mit Phocus Mobile 2 noch umfassendere Remote-Funktionen – etwa für Selbstauslöser und Zeitraffer. Dank „Wake-up bei ausgeschalteter Kamera“ können Sie auch dann eine Verbindung herstellen und Bilder übertragen, wenn die Kamera ausgeschaltet im Rucksack liegt.
Unterstützt Phocus Mobile 2 die HDR-Anzeige und -Bearbeitung?
In HDR aufgenommene Bilder (HEIF/JPG/RAW) der Hasselblad X2D II 100C sowie RAW-Dateien anderer Hasselblad-Kameras (einschließlich X2D 100C, CFV 100C, X1D II 50C, CFV II 50C) können in Phocus mit HDR-Effekten betrachtet und bearbeitet werden.
Wie verbindet sich Phocus Mobile 2 mit mehreren Geräten desselben Modells?
Phocus Mobile 2 unterstützt keine gleichzeitige Verbindung zu mehreren Geräten. Um zu wechseln, wählen Sie das gewünschte Kameramodell unter „Mit neuem Gerät verbinden“ im „…“-Menü oben rechts in der App.
Welche Geräte werden von Phocus Mobile 2 unterstützt?
Unterstützt werden iPhone/iPad mit mindestens 3 GB RAM und iOS 16.2 oder neuer.
Unterstützt Phocus Mobile 2 den Export von HDR-Bildern?
Phocus Mobile 2 kann HDR-Bilder (JPG/HEIF/RAW) als Ultra-HDR-JPG exportieren.
Wie stelle ich die Belichtungskorrektur ein, wenn die Belichtung auf „Manuell“ steht und ISO nicht auf „Auto“?
Halten Sie die Taste „ISO/WB“ gedrückt und drehen Sie am hinteren Einstellrad.
Welche Blitz-/Funkauslöser-Modelle werden unterstützt?
Im TTL-Betrieb empfehlen wir:
– Nikon-Blitze: SB-300, SB-500, SB-700, SB-5000
– Profoto-Blitze: A10, A1
– Auslöser: Connect Pro, Connect, Air Remote TTL
Welche CFexpress-Karten Typ B werden unterstützt?
• Sony CEB-G-Serie CFexpress Type B (128 GB)
• SanDisk Extreme Pro CFexpress Type B (128 GB, 256 GB, 512 GB)
• Lexar Professional CFexpress Type B DIAMOND-Serie (128 GB, 256 GB)
Was bewirkt die adaptive Bildrate für die Live-View in den Anzeigeeinstellungen?
Sie reduziert die Bildrate der Live-Ansicht bei wenig Licht, um die Fokussiergenauigkeit zu verbessern und die Bildqualität unter schlechten Lichtbedingungen zu steigern.
Was macht die Sensor-Kalibrierung und wann sollte ich sie durchführen?
Die Sensorkalibrierung prüft und optimiert den Kamerasensor. Wenn unerwartete helle Punkte auf Fotos oder in der Live-View erscheinen, kann diese Funktion die Artefakte korrigieren.
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