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DJI Mic Mini 2 im Test – Profi-Sound im 11g-Format – Lohnt das Upgrade?

Als DJI das erste Mic Mini vorstellte, setzte es neue Maßstäbe für ultra-kompakte Audioaufnahmen. Und wurde schnell zum Liebling vieler Vlogger.

Mit dem Release des DJI Mic Mini 2 am 28.04.2026 geht der Hersteller einen weiteren Schritt. Es ist nicht mehr nur das Mini Mic für Zwischendurch, sondern ein technisch ausgereiftes System, das hochauflösenden 24-Bit-Ton in ein Gehäuse packt, das kaum größer ist als ein USB-Stick.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie das neue Modell das Erbe seines Vorgängers antritt und warum es für eure Produktionen ein echtes Upgrade darstellt.

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DJI Mic Mini 2 vs. Mic Mini – Was hat sich verbessert?

DJI Mic Mini und DJI Mic Mini 2 Transmitter nebeneinander.

Wenn man den Vorgänger, das DJI Mic Mini, danebenlegt, fällt auf den ersten Blick kaum ein Unterschied auf. Doch es hat sich einiges getan.

Die wichtigsten Komponenten des DJI Mic Mini 2 Produkts: Transmitter, Receiver und Ladecase.

Während der Vorgänger mit ca. 10 g noch einen Hauch leichter war, wiegt der neue Sender des DJI Mic Mini 2 ca. 11 g. Dieser minimale Zuwachs ist jedoch gut investiertes Gewicht, da die technische Ausstattung deutlich an Flexibilität gewonnen hat.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Audioverarbeitung. Das neue Modell bietet erstmals drei voreingestellte Klangprofile, die direkt über die DJI Mimo App oder kompatible Geräte ausgewählt werden können. 

Zudem wurde die Ladezeit optimiert: Dank einer 1.2C Laderate ist der Sender nun in ca. 70 Minuten voll einsatzbereit, was eine deutliche Zeitersparnis gegenüber den 90 Minuten des Vorgängers darstellt. 

Auch die Ladeschale wurde überarbeitet und bietet nun Platz für das wichtige 3,5-mm-TRS-Audiokabel, sodass ihr alles an einem Ort griffbereit habt.

Besonders wichtig für den Workflow ist die Weiterentwicklung der OsmoAudio-Direktverbindung. Beim Vorgänger war diese noch deutlich eingeschränkt: Es fehlten die Fernsteuerungs-Funktion (Start/Stop der Aufnahme am Sender) und die native Synchronisation der Parameter. Beim Mic Mini 2 könnt ihr nun Gain und Rauschunterdrückung direkt auf dem Touchscreen eurer Osmo-Kamera anpassen, ohne die App zu bemühen. Zudem wurde die Liste der kompatiblen Geräte für die kabellose Direktkopplung massiv erweitert.

MerkmalDJI Mic MiniDJI Mic Mini 2
Gewicht Senderca. 10 gca. 11 g
Klang-PresetsNicht vorhanden3 (Regulär, Kräftig, Hell)
Ladezeit Senderca. 90 Minutenca. 70 Minuten
OsmoAudioEingeschränktVolle Unterstützung (Direktverbindung)
LadeschaleStandardOptimiert für Kabel & Zubehör

Design & Tragekomfort – Unaufdringlicher Style

Transmitter des DJI Mic Mini 2 in Seitenansicht. Zu sehen sind zwei Befestigungsoptionen: per Clip und per Magnet.

Der Tragekomfort ist bei einem Ansteckmikrofon oft das entscheidende Kriterium. Ein schweres Mikrofon zieht am Kragen eines T-Shirts, was nicht nur doof aussieht, sondern auch den Einsprechwinkel verändert. Das DJI Mic Mini 2 nutzt das bereits beim Vorgänger gelobte, ausgeklügelte System aus einem drehbaren Magnetclip und separaten Magneten.

Mehrfarbige Cover und Windjammer der DJI Mic Mini 2.

Wer Wert auf Ästhetik legt und einen dezenten Farb-Touch bevorzugt, wird sich über die neuen, mehrfarbigen Frontabdeckungen freuen. Neben Obsidianschwarz und Glanzweiß gibt es eine Auswahl an Covern (z. B. Azure Blue oder Sunset Orange), um das Mikrofon perfekt zu tarnen oder – im Gegenteil – als farblichen Akzent zu nutzen.

Vier Anwendungsbeispiele des DJI Mic Mini 2.

Experten-Tipp zum Positionieren: Die Kapsel des Mic Mini 2 ist omnidirektional, nimmt also Schall aus allen Richtungen gleichmäßig auf. Dennoch spielt die Ausrichtung eine Rolle für die Brillanz. Der drehbare Clip ermöglicht es, das Mikrofon so auszurichten, dass die Einsprechöffnung nicht von dickem Stoff verdeckt wird. 

Ihr könnt das Mikrofon dank der Magnetkraft auch dort befestigen, wo kein Saum vorhanden ist – etwa direkt mittig auf einem T-Shirt oder sogar an einem dünnen Schal. Das verhindert den gefürchteten „Dumpf-Effekt“, der entsteht, wenn die hohen Frequenzen durch Kleidung absorbiert werden.

Klangqualität – Die Technik hinter dem Klang

Ein Blick auf die Fakten: Das System des DJI Mic Mini 2 arbeitet mit 48 kHz bei 24-Bit.

Der Vorteil: Im Vergleich zu 16-Bit-Aufnahmen bieten 24-Bit einen theoretischen Dynamikumfang von 144 dB statt nur 96 dB. 

In der Praxis wird dieser Wert zwar durch das physikalische Eigenrauschen der Hardware-Komponenten auf realistische Werte zwischen 110 und 120 dB begrenzt, was jedoch perfekt mit dem maximalen Schalldruckpegel (SPL) von 120 dB korrespondiert. Das bedeutet: Das System kann die volle physische Lautstärke, welche die Kapsel verarbeiten kann, ohne digitales Clipping und mit extrem niedrigem Grundrauschen einfangen. Ihr habt also maximalen Headroom in der Nachbearbeitung. Wenn eine Person plötzlich lacht oder ruft, wird das Signal nicht so schnell verzerrt, da die Auflösung feinmaschiger ist.

Drei Profile für jede Stimme

  • Regulär: Der Allrounder mit flachem Frequenzgang. Ideal, wenn ihr den Ton später in der Post-Production selbst färben wollt.
  • Hell (Bright): Ein Segen für Aufnahmen im Freien. Da Windschutze (Deadcats) physikalisch bedingt die hohen Frequenzen dämpfen, gleicht dieses Preset den Verlust an Präsenz direkt bei der Aufnahme aus.
  • Kräftig (Rich): Verstärkt die unteren Mitten. Dies verleiht dünnen Stimmen mehr Körper und sorgt für den klassischen, warmen „Broadcast-Sound“, den man von Studiomikrofonen kennt.

Sicherheit geht vor: Die automatische Pegelbegrenzung senkt bei zu lautem Eingang automatisch den Gain. In Kombination mit dem Safety Track (Aufnahme einer zweiten Spur mit -6 dB) seid ihr gegen plötzliche Übersteuerungen bestens abgesichert – ein Muss für Live-Interviews.

Intelligente Geräuschunterdrückung & Praxis-Check

Das DJI Mic Mini 2 bietet eine zweistufige aktive Geräuschunterdrückung, die weit über einfaches Filtern hinausgeht.

  1. Basis: Hier werden gezielt tieffrequente Störgeräusche (unter 100 Hz) wie Klimaanlagen oder PC-Lüfter eliminiert. Die Stimme bleibt in ihren Transienten unangetastet.
  2. Stark: Dieser Modus nutzt aggressivere Algorithmen, um komplexen Umgebungslärm wie Straßenverkehr oder Stimmengewirr zu reduzieren.

Pro-Tipp zum Gain-Staging:

Verwendet das Einstellrad am Empfänger für eine 5-stufige Verstärkungsanpassung. Versucht immer, den Gain am Mikrofon so hoch wie möglich (ohne Clipping) und an der Kamera so niedrig wie möglich zu halten. Das verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) massiv, da die oft minderwertigen Vorverstärker vieler Kameras weniger arbeiten müssen.

Konnektivität & Mixed Pairing

Zwei Nutzungsszenarien des DJI Mic Mini 2 mit Kamera und Smartphone.

Das DJI Mic Mini 2 nutzt das 2,4 GHz GFSK-Übertragungsverfahren. Im Gegensatz zu Standard-Bluetooth bietet dieses Protokoll eine deutlich geringere Latenz und eine stabilere Verbindung über große Distanzen (bis zu 400 m).

Ein echtes Highlight für Profis ist das Mixed Pairing:

  • Grünlicht-Modus: Standard-Modus für die Kopplung von zwei Sendern der  Mini-Serie.
  • Blaulicht-Modus: Hier wird es interessant. Ihr könnt einen Mic Mini 2 Sender mit einem DJI Mic 3 oder Mic 2 Sender mischen. Das ist ein enormer Vorteil für Teams, die bereits bestehendes DJI-Equipment haben und flexibel aufstocken wollen.
Man in Wanderkleidung nutzt eine DJI Actioncam in Verbindung mit dem DJI Mic Mini 2 zur Moderation.

DJI OsmoAudio: Nutzer der Osmo Pocket 3, Action 6 oder Osmo 360 können den Sender direkt ohne Empfänger koppeln. Das System erkennt das Mikrofon sofort und erlaubt die Steuerung von Parametern wie der Rauschunterdrückung direkt über das Kameramenü. Sogar die Fernsteuerung der Aufnahme (Start/Stop) ist über den Sender möglich.

Das passende DJI Mic Mini 2 Set finden 

Zwei DJI Mic Mini 2 Standardsets: mit einem Receiver und einem Smartphone Adapter.

DJI hat das Line-up modular aufgebaut, was beim Kauf entscheidend ist:

  1. Standard-Set (mit RX): Enthält den klassischen Empfänger mit Display und Einstellrad. Die sicherste Wahl für Hybrid-Nutzer, die zwischen Kamera, PC und Smartphone wechseln.
  2. Smartphone-Set (Mobile RX): Der Empfänger wird direkt in den USB-C Port gesteckt. Durch das Pass-Through-Charging könnt ihr euer Handy laden, während ihr aufnehmt – essenziell für stundenlange Livestreams.
  3. Einzel-Sender: Die budgetschonende Variante für alle, die ausschließlich im DJI-Ökosystem (OsmoAudio) unterwegs sind.
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Welche Alternativen gibt es zum DJI Mic Mini 2?

Drei DJI Mic Mini 2 Alternative: Hollyland Lark M2, Rode Wireless PRO, DJI Mic 3.

Auch wenn das Mic Mini 2 zu überzeugen weiß, gibt es einige interessante Alternativen. Heißt: Wenn das DJI Mic Mini 2 nicht ganz eure Anforderungen trifft, solltet ihr euch folgende Alternativen anschauen:

1. Hollyland Lark M2 – Die „Button“-Konkurrenz

Das Lark M2 ist der direkte Konkurrent, wenn es um die Bauform geht. Es ist ebenfalls winzig un d wird oft als Knopf-Mikrofon getragen.

  • Vorteil Lark M2: Oft etwas günstiger im Einstiegspreis und extrem minimalistisch.
  • Nachteil Lark M2: Es fehlen die professionellen Klang-Presets des DJI und die tiefe Integration in das Osmo-Ökosystem. Wer eine Osmo Pocket oder Action nutzt, hat mit DJI einen deutlichen Workflow-Vorteil.

2. Rode Wireless PRO – Das Profi-Arbeitstier

Wenn Größe keine Rolle spielt, aber Datensicherheit alles ist, führt kein Weg an Rode vorbei.

  • Vorteil Rode Wireless PRO: Es bietet eine interne 32-Bit-Float-Aufnahme direkt im Sender. Selbst wenn die Funkstrecke abbricht, habt ihr eine perfekte Kopie im Mikrofon. Zudem wird Timecode unterstützt.
  • Nachteil Rode Wireless PRO: Die Sender sind im Vergleich zum DJI Mic Mini 2 riesig und schwer (ca. 37 g vs. 11 g). An einem T-Shirt-Kragen ist das Rode-System ohne Magnet-Halterung kaum diskret tragbar.

3. DJI Mic 3 – Der große Bruder

Warum sollte man mehr Geld für das DJI Mic 3 ausgeben?

  • Vorteil DJI Mic 3: Es kombiniert die Vorteile des Mini 2 (OsmoAudio) mit Profi-Features wie Quadraphonie (4 Kanäle) und massiver interner Speicherkapazität (32 GB).
  • Nachteil DJI Mic 3: Es ist deutlich teurer und für die meisten Social-Media-Anwendungen schlichtweg „überqualifiziert“.

4. Das interne Smartphone-Mikrofon

Klingt banal, aber: Für ruhige Innenräume bei geringem Abstand zum Handy reicht das interne Mikro oft aus. Sobald ihr euch aber mehr als 1,5 Meter entfernt oder Wind ins Spiel kommt, bricht die Qualität ein. Das DJI Mic Mini 2 ist hier die notwendige Versicherung für professionellen Ton.

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DJI Mic Vergleichstabelle – Die DJI Mic Serie im Überblick

Transmitter der Mic Systeme: Mic Mini 2, Mic 3, Mic 2.
FeatureDJI Mic Mini 2DJI Mic 3DJI Mic 2
Sendergewichtca. 11 g16 g28 g
Int. AufnahmeNeinJa (32 GB)Ja (8 GB)
32-Bit FloatNeinJa (Backup)Ja (Backup)
Akkulaufzeit (TX)11,5 h8 h6 h
BesonderheitExtrem leicht, PresetsTimecode, 4-KanalRobustes Allround-Tool

Unsere Experten-Einschätzung – Der Sweetspot für Creator

Wenn man täglich mit Mikrofontechnik arbeitet, lernt man eines: Das beste Mikrofon ist das, das man tatsächlich benutzt. Das DJI Mic Mini 2 hat uns in der Testphase vor allem durch die nahezu reibungslose Nutzung beeindruckt.

Sicher, das DJI Mic 3 ist das technisch überlegene Modell mit seinem Timecode und der massiven internen Aufzeichnung. Aber Hand aufs Herz: Für 90 % der Creator da draußen ist das Mic 3 ein Overkill. 

Das Mic Mini 2 hingegen trifft genau den Sweetspot. Es ist so leicht, dass man vergisst, dass man es trägt – und genau das führt zu natürlicheren Aufnahmen vor der Kamera. Die Klang-Presets sind kein Marketing-Gag, sondern ein echtes Werkzeug. Besonders das Rich-Profil spart in der Postproduktion oft das Gefummel am EQ.

Unser persönliches Highlight ist jedoch die OsmoAudio-Direktverbindung. Dass wir den Sender einfach einschalten und die Osmo Pocket 3 ihn sofort erkennt, ohne dass wir einen Empfänger anstecken müssen, ist ein massiver Gewinn für die Spontanität beim Drehen. 

Es ist eben die Einfach-Machen-Lösung für alle, die Profi-Sound wollen, ohne dafür Tontechniker sein zu müssen.

Unser Fazit zum DJI Mic Mini 2

Das DJI Mic Mini 2 ist weit mehr als nur ein Mini-Mikrofon. Es ist eine technisch präzise Lösung für alle, die Wert auf Gewicht und Design legen, ohne bei der Audioqualität zu sparen. 

Besonders die Einführung der Klangprofile rückt das Mini 2 näher an die professionellen Modelle heran, während die Akkulaufzeit von 11,5 Stunden pro Sender die Konkurrenz oft alt aussehen lässt.

Unsere Empfehlung: Upgrade jetzt, wenn du maximale Portabilität suchst und von den neuen Audio-Algorithmen profitieren willst. Für Content Creator, die primär für Social Media produzieren, gibt es derzeit kaum ein System, das schneller einsatzbereit und unauffälliger zu tragen ist. Wer jedoch Timecode-Support für Multi-Kamera-Produktionen oder internes 32-Bit Float Recording benötigt, sollte weiterhin zum DJI Mic 3 greifen.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum DJI Mini Mic 2

Kann ich meine alten DJI Mic Mini Sender weiterverwenden?

Absolut. Dank der Abwärtskompatibilität des neuen Empfängers können alte und neue Sender im „Mixed-Betrieb“ gleichzeitig genutzt werden.

Gibt es eine Latenz bei der Bluetooth-Verbindung zum Smartphone?

Bei der Direktverbindung via Bluetooth ist die Latenz etwas höher als bei der Nutzung des Empfängers. Für einfache Voice-over oder Social Media Apps ist dies meist vernachlässigbar, für professionelles Monitoring empfehlen wir jedoch den Empfänger.

Unterstützt das System Monitoring?

Ja, der Standard-Empfänger hat einen Kopfhörerausgang. Der Mobile-Empfänger unterstützt das Monitoring über USB-C Kopfhörer.

Wie robust sind die magnetischen Frontcover?

Die Cover werden durch starke Neodym-Magnete gehalten. Sie sitzen fest genug für Sportaktivitäten, lassen sich aber werkzeuglos in Sekunden wechseln.

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