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DJI Avata 360 – 8K FPV-Drohne mit 360°-Aufnahme im Produkttest

Die DJI Avata 360 bringt ein Konzept in den Drohnenmarkt, das bisher vor allem aus der 360°-Kameratechnik bekannt ist: Alles aufnehmen – und den Bildausschnitt erst später festlegen. Kombiniert mit FPV-Flug entsteht ein neues Werkzeug für Content Creator, die maximale Flexibilität wollen.

Mit 8K-360°-Video, integriertem Propellerschutz und optionaler Steuerung per Motion Controller oder klassischer Fernbedienung richtet sich die Drohne klar an kreative Anwender. 

Doch für wen lohnt sich dieses Konzept wirklich – und wo liegen die Grenzen?

Verfügbarkeit: Die DJI Avata 360 könnt ihr ab sofort im Foto Erhardt Onlineshop vorbestellen.

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Spezifikationen im Überblick

EigenschaftSpezifikationen
Kamera-SystemDual-Kamera (360° + Einzelobjektiv-Modus)
Sensoren2× 1/1,1-Zoll Quad-CMOS (effektive Fläche ≈ 1-Zoll im 360°-Modus)
Videoauflösungbis 8K / 60 fps HDR (360°)
Fotoauflösungbis zu 120 MP (für 16K-Panoramen)
VideoübertragungO4+ System (Full-HD Livebild, bis zu 20 km Reichweite)
Flugzeitca. 23 Minuten
Geschwindigkeitbis zu 18 m/s (im Normalmodus)
Gewichtca. 455 g
HinderniserkennungOmnidirektional & LiDAR-gestützt (nur im 360°-Modus, ab 1 Lux)
Modi360°-Modus und Einzelobjektiv-Modus (4K/60fps)
BesonderheitenReframing via DJI Fly App, Spotlight Free, virtueller 360°-Gimbal

FPV-Drohne trifft 360°-Kamera – Das Konzept der DJI Avata 360

DJI Avata 360 in Großaufnahme.

Die DJI Avata 360 verfolgt einen Ansatz, der sich deutlich von klassischen Kameradrohnen unterscheidet. Statt bereits beim Flug den finalen Bildausschnitt festlegen zu müssen, zeichnet die Drohne die komplette Umgebung auf. Dadurch verschiebt sich ein Teil der kreativen Entscheidung vom Flug in die Postproduktion. Das eröffnet neue Möglichkeiten, verändert aber auch die Arbeitsweise bei Planung, Aufnahme und Bearbeitung.

DJI Avata 360 in Action beim Fahrradfahren.

Die Kombination aus FPV-Fluggefühl und 360°-Aufnahme sorgt dafür, dass sowohl dynamische Bewegungen als auch klassische Kamerafahrten möglich sind. Besonders für Creator, die flexibel auf unterschiedlichen Plattformen produzieren (z. B. 9:16 für TikTok und 16:9 für YouTube), ist das ein massiver Vorteil. Dank der DJI Fly App kann das Reframing sogar direkt auf dem Smartphone erledigt werden, was den Workflow deutlich beschleunigt.

Unser Zwischenfazit

Wer Inhalte für Hochformat, Querformat und verschiedene Social-Media-Kanäle erstellt, kann mit einer einzigen Aufnahme deutlich vielseitiger arbeiten.

Das bedeutet konkret:

  • Perspektiven lassen sich nachträglich frei wählen.
  • Kamerabewegungen entstehen erst in der Bearbeitung (virtueller Gimbal).
  • Mobile Editing: Schneller Export für Social Media direkt via App.

Bildqualität und Kamera – 8K-360° mit 1-Zoll-Äquivalent

DJI Avata 360: Aufbau des Sensors.

Die Kamera steht bei der DJI Avata 360 klar im Mittelpunkt, denn sie definiert das gesamte Nutzungskonzept. Die Kamera nutzt zwei quadratische CMOS-Sensoren (je 64 MP)der neuesten Generation. Im 360°-Modus bieten sie eine effektive Bildfläche, die einem 1-Zoll-Sensor entspricht. Mit einer Blende von f/1,9 und großen 2,4 µm-Pixeln liefert sie auch bei schwierigen Lichtverhältnissen eine beeindruckende Performance.

Für Fotografen ist die Auflösung von 120 MP bahnbrechend, da sie hochauflösende 16K-Panoramen ermöglicht. Im Videobereich sorgen 8K/60fps HDR für genügend Reserven, um beim Reframing in einen Bildausschnitt hineinzuzoomen, ohne sofort die 4K-Qualität zu verlieren.

Für Content Creator ist vor allem entscheidend, was diese Daten im Alltag bedeuten: Ein einziger Flug kann Material für mehrere Perspektiven liefern. Statt denselben Shot mehrfach fliegen zu müssen, kann später entschieden werden, welche Blickrichtung, welcher Ausschnitt und welche Kamerabewegung am besten funktionieren. Das kann den kreativen Spielraum deutlich erweitern.

Unser Zwischenfazit

Wichtig bleibt aber auch die Einordnung: Viele Funktionen sind an den 360°-Modus gebunden. Wer hauptsächlich klassisch filmen möchte, sollte deshalb genau prüfen, ob das 360°-Konzept zum eigenen Workflow passt.

Flugverhalten und Sicherheitssysteme

DJI Avata 360 in Action.

Ein leistungsstarkes Kamerasystem nützt wenig, wenn die Drohne bei der kleinsten Unaufmerksamkeit abstürzt. Die Avata 360 bleibt ihrer Herkunft als „Cinewhoop“ treu: Sie ist agil, robust und dank des bewährten Propellerschutzes verzeiht sie auch leichte Kollisionen. 

Die eigentliche Innovation versteckt sich jedoch unter der Haube: DJI hat erstmals ein LiDAR-gestütztes System integriert. Dieses arbeitet Hand in Hand mit den visuellen Sensoren und ermöglicht eine präzise, omnidirektionale Hinderniserkennung.

Omnidirectional Obstacle Sensing der DJI Avata 360.

Ein besonderer Clou ist die Nachtfähigkeit: Während herkömmliche Kamerasysteme bei Dunkelheit blind werden, tastet der LiDAR-Scanner die Umgebung aktiv ab. Das System funktioniert zuverlässig bis zu einer Helligkeit von nur 1 Lux. Gepaart mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18 m/s im Normalmodus ist die Drohne somit nicht nur ein sicheres Fluggerät für Einsteiger, sondern auch ein kraftvolles Tool für Profis, die dynamische Verfolgungsjagden in schwierigem Gelände filmen möchten.

Wichtige Eckpunkte zur Sicherheit:

  • LiDAR-Sensor: Hochpräzise Abstandsmessung an der Front für maximales Vertrauen.
  • Dunkelheit-Support: Sicherheitssysteme greifen auch bei extremem Low-Light (ab 1 Lux).
  • Dynamik: Genug Power für sportliche Manöver mit bis zu 64 km/h (18 m/s).

Hinderniserkennung im Überblick:

  • Omnidirektional (nur im 360°-Modus, abhängig von Licht und Struktur)
  • Vorwärtsgerichtet im Einzelobjektiv-Modus

Diese Einschränkungen zeigen, dass die Assistenzsysteme vorhanden sind, aber nicht in jeder Situation gleich umfassend greifen.

Flugleistung:

  • Flugzeit: ca. 23 Minuten
  • Gewicht: ca. 455 g
  • Geschwindigkeit: bis 18 m/s (Normalmodus)

Der Fokus liegt damit klar auf kreativen Flugbewegungen und weniger auf maximaler Ausdauer.

Funktionen für Content Creator

DJI Avata 360 gesteuert mit dem RC-2 Controller.

Die DJI Avata 360 richtet sich gezielt an Nutzer, die regelmäßig Inhalte produzieren und dabei Wert auf Effizienz und Flexibilität legen. Viele Funktionen sind darauf ausgelegt, den Aufnahmeprozess kreativer oder einfacher zu machen, ohne dass ständig manuell nachgesteuert werden muss.

Ein zentrales Feature ist Spotlight Free, das eine automatische Motivverfolgung beziehungsweise ein automatisiertes Framing unterstützt. Gerade bei bewegten Motiven ist das interessant, weil sich der Pilot stärker auf Flugweg und Timing konzentrieren kann. Die eigentliche Bildauswahl wird später zusätzlich durch das Reframing unterstützt.

DJI Avata 360 gesteuert mit dem Motion Controller und DJI Goggles N3.

Hinzu kommt die Mischung aus klassischer und immersiver Steuerung. Je nach Bundle kann die Drohne mit DJI RC 2, Motion Controller und DJI Goggles N3 genutzt werden. Dadurch spricht das System unterschiedliche Nutzertypen an: von Anwendern, die möglichst kontrolliert arbeiten wollen, bis zu denen, die ein möglichst unmittelbares FPV-Erlebnis suchen.

Unser Zwischenfazit

Gerade für Creator ist diese Kombination spannend, weil sie nicht nur die Aufnahme erweitert, sondern auch die kreative Herangehensweise verändert. Die Avata 360 ist deshalb weniger eine reine Technikneuheit als vielmehr ein Werkzeug für einen anderen Produktionsstil.

Anwendung & Workflow – Von der Aufnahme zum fertigen Video

DJI Avata 360 in Action.

Der größte Unterschied zur klassischen Drohnennutzung zeigt sich im Workflow: Während bei herkömmlichen Drohnen der finale Bildausschnitt bereits beim Flug festgelegt wird, verschiebt sich dieser Schritt bei der DJI Avata 360 in die Nachbearbeitung. Das verändert nicht nur den kreativen Prozess, sondern auch die Anforderungen an Planung und Bearbeitung.

Ein typischer Ablauf dürfte so aussehen:

  1. Zunächst wird das Motiv in 360° aufgenommen. 
  2. Danach folgt der Import in die passende Software, in der Perspektiven ausgewählt und per Reframing als klassisches Video ausgegeben werden. Dadurch kann der gleiche Flug später ganz unterschiedlich genutzt werden – etwa für einen weiten establishing shot, eine dynamische Verfolgung oder einen Ausschnitt im Hochformat.

Unser Zwischenfazit

Der Vorteil liegt klar in der Flexibilität. Ihr müsst euch beim Flug nicht auf einen endgültigen Ausschnitt festlegen, sondern könnt später entscheiden, welche Perspektive am besten funktioniert. Gleichzeitig bringt dieser Ansatz aber auch zusätzlichen Bearbeitungsaufwand mit sich. Wer möglichst schnell zu fertigen Clips kommen will, sollte diesen Punkt nicht unterschätzen.

Vergleich mit anderen DJI Drohnen – Einordnung der Avata 360

Um die DJI Avata 360 besser einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf andere aktuelle DJI-Drohnen. Die Vergleichsübersicht zeigt deutlich, dass sich die Avata 360 nicht als klassischer Allrounder positioniert, sondern als spezialisiertes Werkzeug mit klarem Fokus auf Video und kreative Flexibilität.

Im direkten Vergleich mit Modellen aus der Mavic-, Air- oder Mini-Serie wird schnell klar: Die Avata 360 verfolgt ein anderes Konzept. Während klassische DJI-Drohnen meist auf planbare Luftaufnahmen, lange Flugzeiten und vielseitige Kameraoptionen ausgelegt sind, setzt die Avata 360 auf eine Verbindung aus FPV-Flug, 360°-Aufnahme und nachträglicher Bildauswahl.

Bildqualität Vergleich

Bei der Bildqualität positioniert sich die Avata 360 über ihr Spezialkonzept. Laut Vergleichsübersicht bietet sie 8K/60fps HDR im 360°-Modus und arbeitet mit zwei Sensoren, deren effektive Bildfläche zusammen einem 1-Zoll-Sensor entspricht. Andere DJI-Modelle setzen dagegen stärker auf klassische Kameraarchitekturen: Die Mavic-Serie arbeitet mit mehreren Kameras inklusive Weitwinkel und Tele, die Air-Serie mit Dual-Kamera-Systemen und die Mini-Serie stärker auf kompakte Alltagstauglichkeit.

Flugzeit Vergleich

Auch bei der Flugzeit zeigt sich die andere Ausrichtung deutlich. Die Avata 360 liegt mit rund 23 Minuten klar unter Modellen aus der Mini-, Air- oder Mavic-Serie, die laut Vergleich je nach Modell auf etwa 36, 45 oder 51 Minuten kommen. Für lange, planbare Luftbildflüge sind klassische Kameradrohnen damit im Vorteil. Die Avata 360 richtet sich stattdessen an Nutzer, die eher in kürzeren, kreativen Sessions arbeiten.

Flugverhalten Vergleich

Beim Flugcharakter wird der Unterschied noch deutlicher. Die Avata 360 ist auf dynamische, immersive Flugbewegungen ausgelegt. Andere DJI-Modelle fliegen cineastischer, stärker stabilisiert und mit deutlichem Fokus auf kontrollierte Kamerafahrten. Wer klassische Luftaufnahmen mit möglichst wenig Nachbearbeitung und hoher Berechenbarkeit sucht, ist deshalb oft bei Mini, Air oder Mavic besser aufgehoben.

Sicherheits- und Assistenzsysteme Vergleich

Auch die Sicherheits- und Assistenzsysteme unterscheiden sich. Die Avata 360 bietet Hinderniserkennung, allerdings nicht in jedem Modus gleich umfassend. Hochwertige klassische Kameradrohnen aus dem DJI-Portfolio sind hier oft stärker automatisiert und je nach Modell mit umfangreicher omnidirektionaler Sensorik ausgestattet. Das macht sie für viele Standardszenarien einfacher kalkulierbar.

Unser Zwischenfazit

Unterm Strich nimmt die DJI Avata 360 innerhalb des DJI-Portfolios eine klare Sonderrolle ein. Sie ist kein Ersatz für klassische Kameradrohnen und auch keine typische Einsteigerdrohne, sondern ein spezialisiertes Tool für kreative Videoproduktion. Wenn ihr Perspektiven nachträglich bestimmen, dynamisch arbeiten und ein flexibles Aufnahmeprinzip nutzen wollt, bietet sie klare Vorteile. Wenn ihr dagegen lange Flugzeiten, klassische Kameravielseitigkeit und möglichst planbare Luftaufnahmen sucht, sind andere DJI-Serien die passendere Wahl.

BewertungskriteriumDJI Avata 360Mavic 4 ProAir 3SMini 5 Pro
Haupteigenschaft8K Premium-360°Pro-Level (Drei Kameras)Reise-AllrounderUltraleicht (<250g)
Max. Flugzeit23 Min.51 Min.45 Min.36 Min.
Fotoauflösung120 MP100 MP50 MP50 MP
Video (Max)8K/60fps HDR (360°)8K HDR / 4K/120fps4K/60fps HDR4K/60fps HDR
ÜbertragungO4+ (bis 20 km)O4+ (bis 20 km)O4+ (bis 20 km)O4 (bis 13 km)
Gewicht455 g1063 g724 g249,9 g
HindernisschutzLiDAR + Omnidir.Allseitig (Vision)Dual-VisionEingeschränkt

DJI Avata 360 vs klassische Drohnen Vergleich

Um die DJI Avata 360 richtig einzuordnen, lohnt sich zusätzlich ein allgemeiner Blick auf klassische Kameradrohnen. Diese sind darauf ausgelegt, stabile, geplante Aufnahmen zu liefern und bieten oft längere Flugzeiten sowie stärker ausgeprägte Automatikfunktionen. Die Avata 360 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Hier steht nicht die perfekte Einzelaufnahme im Fokus, sondern die maximale Flexibilität nach der Aufnahme.

Das bringt klare Vorteile mit sich. Ihr könnt mehrere Perspektiven aus einem Flug gewinnen, dynamischer arbeiten und das Material vielseitiger nutzen. Gerade für Social Media und moderne Videoproduktion ist das attraktiv. Gleichzeitig ist die Avata 360 stärker auf Video als auf klassische Luftbildfotografie ausgerichtet und verlangt mehr in der Nachbearbeitung.

Vorteile gegenüber klassischen Drohnen:

  • mehr kreative Freiheit
  • mehrere Perspektiven aus einer Aufnahme
  • dynamische FPV-Aufnahmen

Nachteile:

  • geringere Flugzeit
  • höherer Aufwand in der Nachbearbeitung
  • stärker videofokussiert

Unser Zwischenfazit

Die Entscheidung hängt deshalb stark davon ab, ob ihr eher planbare Präzision oder kreative Flexibilität benötigt. Genau diese Abgrenzung sollte im Blogbeitrag deutlich werden, damit der Leser die Avata 360 realistisch einordnen kann.

Bundles und Kaufoptionen

Die DJI Avata 360 wird in mehreren Varianten angeboten, die sich vor allem im Zubehör und in der Art der Steuerung unterscheiden. Dadurch lässt sich das System an unterschiedliche Anforderungen und Erfahrungslevels anpassen. Gerade bei einer FPV-orientierten Drohne spielt das Zubehör eine größere Rolle als bei klassischen Modellen, da es den Einstieg und die Nutzung deutlich beeinflusst.

Die Standard-Version mit DJI RC 2 richtet sich an Nutzer, die eine klassische Steuerung bevorzugen. Die Fly More Combo erweitert das Paket um zusätzliche Akkus, Ladestation und Tasche und ist damit für viele Anwender die praktischere Wahl. Darüber hinaus gibt es eine Motion Fly More Combo, die auf ein stärker immersives FPV-Erlebnis zielt und Zubehör wie DJI Goggles N3 und Motion Controller integriert.

DJI Avata 360 Motion Fly More Combo

DJI Avata 360 Motion Fly More Combo

Unsere Empfehlung: Zusätzliche Akkus sind gerade bei einer kreativen Videodrohne kein kleines Extra, sondern oft ein entscheidender Nutzwertfaktor. Wer mit der Avata 360 aktiv filmen möchte, wird mit nur einem Akku im Alltag schnell an Grenzen kommen.

DJI Avata 360 DJI RC-2 Bundle

DJI Avata 360 DJI RC-2 Bundle

Preisgestaltung & Varianten:

  • Standard-Version (719 €): Ideal für Besitzer einer DJI RC 2, die ein vertrautes Fluggefühl suchen.
  • Fly More Combo (939 €): Das Paket für Profis mit 3 Akkus, einer praktischen Ladestation und Transporttasche.
  • Motion Fly More Combo (939 €): Das ultimative immersive Erlebnis mit den neuen DJI Goggles N3 und dem Motion Controller 3 für intuitive Gestensteuerung.

Für wen lohnt sich die DJI Avata 360?

Nicht jede Drohne passt zu jedem Anwendungsfall – und das gilt besonders für ein hochspezialisiertes Modell wie die DJI Avata 360. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses System eine klare Vision verfolgt: maximale kreative Freiheit durch Entkopplung von Flug und Framing. Die Drohne richtet sich an Nutzer, die primär videoorientiert arbeiten und bereit sind, einen Teil ihrer Zeit in die Postproduktion zu investieren, um im Gegenzug unmögliche Perspektiven zu erhalten.

Besonders interessant ist sie für Content Creator, die für verschiedene Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok gleichzeitig produzieren und die Effizienz des „Ein Flug, alle Formate“-Workflows nutzen wollen. Auch FPV-Einsteiger mit Videofokus werden adressiert: Dank der LiDAR-Sicherheitssysteme und der intuitiven Steuerung per Motion Controller 3 sinkt die Hemmschwelle für dynamische Aufnahmen massiv. Für Reisende bietet die kompakte Bauweise (455 g) und die Möglichkeit, die gesamte Umgebung ohne aktives Zielen einzufangen, einen unschätzbaren Wert bei Outdoor-Abenteuern.

Weniger passend ist die Avata 360 für Anwender, die primär stabile Luftbildfotografie im RAW-Format suchen oder einen möglichst einfachen „Ready-to-Post“-Workflow ohne Reframing bevorzugen. Hier bieten klassische Modelle wie die Mavic 4 Pro durch längere Flugzeiten (51 Min.) und physische Gimbals Vorteile. Die Avata 360 ist kein Allrounder, sondern ein Präzisionswerkzeug für ein spezifisches, kreatives Einsatzprofil.

EignungZielgruppe
Besonders geeignet fürContent Creator: Wer flexible Formate (9:16 & 16:9) aus nur einem Flug benötigt.
FPV-Einsteiger: Die Kombination aus LiDAR und Motion Controller macht das Fliegen so sicher wie nie zuvor.
Reisende: Kompakte Maße und spektakuläre Perspektiven, die mit keinem anderen System möglich sind.
Weniger geeignet fürReine Fotografen: Anwender, die maximale Sensorgröße und RAW-Stabilität für Einzelbilder priorisieren.
Effizienz-Puristen: Nutzer, die keine Zeit in Postproduktion (Reframing) investieren möchten.Langstrecken-Piloten: Klassische Anwender, für die eine Flugzeit von über 45 Minuten essenziell ist.
Effizienz-Puristen: Nutzer, die keine Zeit in Postproduktion (Reframing) investieren möchten.Langstrecken-Piloten: Klassische Anwender, für die eine Flugzeit von über 45 Minuten essenziell ist.

Unser Fazit zur DJI Avata 360 – Innovatives Konzept mit klarem Fokus

Die DJI Avata 360 zeigt, wie sich Drohnen-Konzepte weiterentwickeln können. Statt nur bessere Sensoren oder längere Flugzeiten zu bieten, setzt sie auf einen anderen Ansatz in der Aufnahme selbst. Die Kombination aus FPV-Flug und 360°-Video ermöglicht kreative Ergebnisse, die mit klassischen Drohnen nur schwer umzusetzen sind.

Gleichzeitig bringt dieses System neue Anforderungen mit sich. Dazu zählen vor allem der veränderte Workflow, die stärkere Rolle der Nachbearbeitung und die Frage, ob das Konzept tatsächlich zum eigenen Einsatzbereich passt. Genau deshalb sollte die Bewertung sachlich bleiben: Die DJI Avata 360 ist kein klassischer Allrounder, sondern ein spezialisiertes Werkzeug.

Unterm Strich ist sie vor allem für Nutzer interessant, die flexibel, kreativ und videofokussiert arbeiten möchten. Wer genau darin den eigenen Bedarf erkennt, bekommt ein Produkt mit klarem Profil. Wer dagegen maximale Einfachheit oder klassische Luftbildstärken sucht, sollte eher zu anderen DJI-Drohnen greifen.

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FAQ zur DJI Avata 360

Was macht die DJI Avata 360 besonders?

Die Kombination aus FPV-Drohne und 360°-Kamera ermöglicht es, den Bildausschnitt erst nach der Aufnahme festzulegen. Dadurch entsteht ein deutlich flexiblerer Workflow als bei klassischen Kameradrohnen.

Kann man auch normal filmen?

Ja, es gibt einen Einzelobjektiv-Modus. Allerdings stehen einige Funktionen nur im 360°-Modus zur Verfügung. Genau deshalb sollte man das Produkt vor allem als 360°-basiertes Kreativwerkzeug verstehen.

Ist die Drohne für Einsteiger geeignet?

Teilweise. Unterstützende Funktionen und Schutzkonzept sprechen auch weniger erfahrene Nutzer an. Gleichzeitig ist der Workflow anspruchsvoller als bei klassischen Kameradrohnen, weil die Nachbearbeitung eine größere Rolle spielt.

Wie lange fliegt die DJI Avata 360?

Die Flugzeit liegt bei etwa 23 Minuten, abhängig von Nutzung und Bedingungen. Für längere Einsätze sind zusätzliche Akkus deshalb besonders sinnvoll.

Lohnt sich die Fly More Combo?

Für viele Nutzer ja, da zusätzliche Akkus, Ladestation und Zubehör den Einsatz deutlich erweitern. Gerade bei einer kreativen Videodrohne ist die Erweiterung in der Praxis oft sinnvoller als bei rein gelegentlicher Nutzung.

Wie schütze ich die hervorstehenden Linsen? 

DJI bietet ein spezielles Replacement Lens Kit inkl. Werkzeug für ca. 25 € an. Die Linsen können bei Kratzern innerhalb weniger Minuten selbst getauscht werden.

Funktioniert die Hinderniserkennung auch nachts?

Ja, durch den integrierten LiDAR-Sensor ist die Erkennung deutlich unabhängiger vom Licht als bei reinen Kamerasensoren, solange eine minimale Resthelligkeit (1 Lux) vorhanden ist.

Kann ich die Drohne auch ohne Goggles fliegen? 

Ja, in der Standard-Version mit der DJI RC 2 wird das Livebild direkt auf den Controller gestreamt. Das immersive FPV-Gefühl stellt sich jedoch erst mit den Goggles N3 richtig ein.

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