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200 Jahre Fotografie – Die wahre Geschichte des ersten Fotos

Kaum zu glauben, dass seit dem ersten echten Foto bereits 200 Jahre vergangen sind. Umso unglaublicher erscheint es, wenn man sich den mühsamen Prozess des Fotografierens von damals mit der heutigen, blitzschnellen Schnappschuss-Kultur vergleicht. Ganz zu schweigen von dem Wert und dem Preis der Technik und des Aufnahmemediums.

Die technische Entwicklung der Fotografie prägte bereits seit ihren Anfängen Kunst und Kultur. Sie zeigte schreckliche wie glückliche Momente des Weltgeschehens, dokumentierte Erfolge und Niederlagen, aber vor allem – sie weckte eine Leidenschaft, die bis heute andauert.

Um den Erfinder der Fotografie zu ehren und das Geburtsjahr der Fotografie mit euch zu feiern, möchten wir erzählen, wie es begann.

Ein Experiment mit weitreichenden Folgen – Die 8 Geburtsstunden der Fotografie

Joseph Nicéphore Niépce und das erste Foto von 1826

Es ist ein Nachmittag im Juni 1826. Joseph Nicéphore Niépce, ein Mann mit unendlicher Geduld, bereitet etwas vor – ein Experiment. Vor ihm auf dem Arbeitstisch eine sorgfältig polierte Zinnplatte, welche das wenige Licht im Raum schwach reflektiert. Mit gleichmäßiger, kontrollierter Bewegung bestreicht Niépce das Metall mit einer zähen Substanz aus in Lavendelöl gelöstem Judäa-Asphalt. Pure Alchemie. 

Mit geübtem Griff fixiert er anschließend die präparierte Platte in der Camera Obscura, die bereits auf der Fensterbank seines Arbeitszimmers, zum Hof ausgerichtet, auf ihren historischen Einsatz wartet.

Was danach kommt, ist aus heutiger Sicht kaum vorstellbar: acht Stunden Belichtungszeit, acht Stunden des geduldigen Wartens und Hoffens auf einen Erfolg.

Am Ende hat sich das Warten gelohnt – das erste lichtbeständige Foto der Welt, von Niépce selbst “Heliographie” getauft, entsteht. “La cour du domaine du Gras” (Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras) ist nicht nur das erste Lichtbild überhaupt, sondern wohl die erste Landschafts- beziehungsweise Architekturaufnahme in der Geschichte der Fotografie.

Von nun an war der Siegeszug der Fotografie nicht mehr zu stoppen. Nur ein Jahrzehnt später machte Louis Daguerre mit seiner “Daguerreotypie”, einem Verfahren, das in Sachen Bildqualität und Belichtung die Heliographie deutlich übertraf, die Fotografie kommerziell nutzbar.

Wissenswert: Obwohl die Geschichtsbücher oft von acht Stunden Belichtungszeit sprechen, gehen moderne Forscher wie der Physiker Jean-Louis Marignier heute von zwei bis drei Tagen aus. Der beidseitige Schattenwurf auf den Gebäuden lässt vermuten, dass die Kamera über mehrere Sonnenzyklen am Fenster stand. Für den Kontrast zur heutigen Millisekunden-Fotografie bleibt die Angabe „mindestens acht Stunden“ jedoch der perfekte historische Ankerpunkt.

Wichtigste Meilensteine der Fotografiegeschichte – Der Weg zum modernen Bild

Der Weg von der achtstündigen Belichtung einer Zinnplatte bis zum hochauflösenden Digitalsensor war geprägt von technologischen Quantensprüngen und genialen Erfindern. In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Stationen zusammengefasst, die das Medium Fotografie über zwei Jahrhunderte hinweg geformt und revolutioniert haben.

JahrMeilensteinBedeutung für die Fotografie
1826Die Heliografie (Niépce)Das erste beständige Foto der Welt wird aufgenommen.
1839Die DaguerreotypieDie Fotografie wird scharf, detailliert und kommerziell nutzbar.
1888Die erste Kodak-Kamera„You press the button, we do the rest“ – Start der Amateurfotografie.
1903Gründung Foto ErhardtGotthilf Erhardt bringt die Foto-Expertise nach Brandenburg.
1925Die erste Leica (35mm)Das handliche Kleinbildformat revolutioniert die Reportage.
1948Die erste Polaroid-KameraDas Sofortbild macht Fotos unmittelbar und haptisch erlebbar.
1991Erste digitale Profi-SLRDer Beginn des digitalen Zeitalters im professionellen Bereich.
2026200 Jahre FotografieWir feiern zwei Jahrhunderte voller Licht und Erinnerungen.

Fotografie leben, Begeisterung teilen – Die Geschichte von Foto Erhardt

Gotthilf Erhardt und das erste Fotofachgeschäft in Brandenburg 1903.

Während die Fotografie im 19. Jahrhundert noch ein Privileg für Tüftler und wohlhabende Kreise war, begann um die Jahrhundertwende eine neue Ära: Die Technik wurde kompakter, die Handhabung einfacher, die Fotografie erschwinglicher.

Mitten in dieser Aufbruchstimmung, im Jahr 1903, legte Gotthilf Erhardt den Grundstein für unsere heutige Unternehmensgeschichte. In Brandenburg an der Havel eröffnete er seine Foto-Drogerie. 

Gotthilf, Geschäftsmann und selbst ein leidenschaftlicher Fotograf, hatte ein Ziel: Die Magie, die Niépce einst entdeckte, für jeden greifbar zu machen.

Seine Leidenschaft für das Medium spüren wir auch noch heute. Nach über 120 Jahren, mehr als der Hälfte der gesamten Geschichte der Fotografie, leben wir die Fotografie in all ihren Ausprägungen und technischen Variationen – von den modernen Systemkameras und Wechselobjektiven bis hin zu Zubehör und Videoaufnahmetechnik.


Unser Tipp: Erfahrt mehr über unser Unternehmen und die Geschichte von Foto Erhardt!

200 Jahre Fotografiegeschichte feiern – Gemeinsam mit Foto Erhardt

Feiert gemeinsam mit uns das 200-jährige Jubiläum der Fotografie! In wiederkehrenden Zeiträumen von 200 Stunden halten wir für euch ausgewählte Deals mit tollen Produkten sowie Rabattaktionen bereit.

Auch manch eine gebrauchte Kamera oder ein gebrauchtes Objektiv haben eine Geschichte zu erzählen. Falls ihr also nach Fotoausrüstung mit Charakter sucht und gleichzeitig sparen wollt, dann stöbert gerne in unserer Second Hand Produktkategorie. Darin findet ihr alles: von einer Sony Alpha bis hin zu einer Leica oder Hasselblad.

Damit ihr nichts verpasst und pünktlich zum Aktionsstart loslegen könnt, abonniert gerne unseren Foto Erhardt Newsletter!